Lufthansa-Flüge
: Kabinenpersonal streikt am Freitag - auch Flughafen Stuttgart betroffen

Lufthansa-Flüge ab Frankfurt und München stehen still: Das Kabinenpersonal ist zum Streik aufgerufen. Wie die Airline reagiert.
Von
dpa
Frankfurt/Main
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Ab Freitag streikt das Kabinenpersonal der Lufthansa.

Lando Hass/dpa
  • Kabinenpersonal der Lufthansa streikt am Freitag von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr.
  • Betroffen sind alle Abflüge ab Frankfurt und München – viele Ausfälle drohen.
  • Auch Lufthansa CityLine wird bestreikt: Abflüge u. a. ab Hamburg, Berlin und Düsseldorf.
  • Ufo kritisiert fehlendes verhandlungsfähiges Angebot, Lufthansa fordert Gespräche.
  • Streitpunkte: Manteltarif bei Lufthansa und Sozialtarifvertrag bei Cityline – 800 Existenzen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Flugbegleiter der Lufthansa sind für diesen Freitag zu einem Streik aufgerufen. Der Ausstand ist von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr vorgesehen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte. „Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München“, hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden außerdem, „alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover“, wie die Gewerkschaft ankündigte.

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent. 



„Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich“, heißt es in einer Stellungnahme des Ufo-Vorsitzenden Joachim Vázquez Bürger. Der Streik wäre aus seiner Sicht vermeidbar gewesen - „die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, sagte er.

Flughafen Stuttgart auch vom Streik betroffen

Vom Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa ist wahrscheinlich auch der Flughafen Stuttgart betroffen. Für Freitag seien im regulären Flugplan fünf Flüge nach Frankfurt und fünf Flüge von Frankfurt nach Stuttgart geplant sowie nach München vier Abflüge und vier Ankünfte, teilte eine Sprecherin des Airports mit. „Stand jetzt haben wir keine anderen Informationen dazu.“ Sollte es Änderungen geben, informiere die Airline ihre Kunden üblicherweise auch direkt. Reisende, die betroffen sein könnten, sollten den Status ihres Fluges online checken oder sich mit ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen.

Lufthansa fordert Wiederaufnahme von Gesprächen 

Tragfähige Lösungen könnten nur im Dialog gefunden werden, Streiks müssten stets das letzte Mittel bleiben, teilte die Lufthansa am Abend mit. „Wir fordern die Gewerkschaft deshalb auf, die Gespräche mit uns wieder aufzunehmen. Wir sind jederzeit dazu bereit.“

Der erneute Streikaufruf der Gewerkschaft Ufo treffe „unsere Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart“, hieß es von Lufthansa. Kundinnen und Kunden würden automatisch benachrichtigt, sollte ihr Flug betroffen sein.

In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.