Lebensgefahr an der Zugspitze
: Von Zugspitze gerettete 17-Jährige stammt aus Rems-Murr-Kreis

Zwei junge Menschen werden auf 2500 Metern an der Zugspitze von Schnee überrascht. Eine 17-Jährige wird aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet. Sie kommt aus dem Rems-Murr-Kreis.
Von
Martin Dudenhöffer
Zugspitze/Ehrwald
Großer Felssturz an der Zugspitze: ARCHIV - 22.09.2026, Bayern, Grainau: Eine große Staubwolke ist an der Zugspitze zu sehen, nachdem sich am Grenzkamm mehrere Kubikmeter Felsen gelöst haben (bestmögliche Qualität). (zu dpa: «Söders Sorge um die Gipfel - Bayerns Plan B für die Alpen») Foto: Dominik Bartl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Zugspitze ist mit 2962 Meter Deutschlands höchster Gipfel. Zwei junge Alpinisten, darunter eine 17-Jährige aus dem Rems-Murr-Kreis, sind an einem Klettersteig in schwere Schneegestöber geraten und kamen nicht mehr weiter. Die Jugendliche musste mit einem Hubschrauber gerettet werden.

Dominik Bartl/dpa/Archiv/Symbolbild
  • Zwei junge Alpinisten gerieten an der Zugspitze in starkes Schneegestöber und kamen nicht weiter.
  • Die 17-Jährige aus Baden-Württemberg setzte auf 2500 Metern einen Notruf ab – ihr Begleiter stieg ab.
  • Zunächst brach die Bergrettung Ehrwald zu Fuß auf, da das Wetter Hubschrauberflüge verhinderte.
  • Später hob ein Polizeihubschrauber doch ab und brachte die 17-Jährige ins Klinikum Garmisch.
  • Sie verließ das Krankenhaus unversehrt; zuletzt häufen sich Notlagen und Todesfälle im Hochgebirge.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Eine Klettertour an der Zugspitze – mit 2962 Metern Deutschlands höchstem Gipfel – wäre an Allerheiligen einer 17-jährigen Alpinistin aus dem Rems-Murr-Kreis und ihrem 21-jährigen Begleiter aus Bayern beinahe zum Verhängnis geworden. Zuvor war auch eine weitere Gruppe mit jungen Bergsteigern aus Deutschland an einer anderen Stelle der österreichischen Alpen in eine lebensgefährliche Notlage geraten.

Wie die Tiroler Polizei berichtet, waren die 17-Jährige und der 21-jährige Freund am 1. November bei Ehrwald in Tirol in Richtung Zugspitzgipfel gestartet. Sie entschieden sich am Sonntagfrüh noch bei Nacht für die Klettersteigroute „Stopselzieher“, einem auf österreichischer Seite liegenden Gebiet des Massivs. Nachdem die beiden eine Höhe von rund 2500 Metern erreichten, gerieten sie in schwierige Wetterbedingungen. Aufgrund starken Schneefalls war ein Weiterkommen zum Gipfel der Zugspitze nicht mehr möglich.

Bergwacht aus Österreich macht sich auf den Weg

An dieser Stelle trennten sich die Wege der 17-Jährigen und ihres Freundes. Während sich der 21-Jährige für den Abstieg ins Tal entschied und diesen alleine begann, setzte seine vier Jahre jüngere Begleiterin aus der Region Stuttgart einen Notruf ab. Da das Wetter auch für Notfalleinsätze von Hubschraubern zu gefährlich war, machte sich ein halbes Dutzend Mitglieder der Bergrettung Ehrwald von der Bergstation der Zugspitzbahn auf den Weg, um die Jugendliche aus der Notlage in 2500 Metern zu retten.

Letztlich verbesserten sich die Wetterbedingungen so, dass ein Rettungshubschrauber der Polizei doch noch aufsteigen konnte, um die jugendliche Bergsteigerin zu bergen. Nach der Rettung wurde die 17-Jährige von der Rettung ins Klinikum Garmisch (Bayern) gebracht. Wie berichtet wird, konnte sie das Krankenhaus unversehrt wieder verlassen.

Zahlreiche tödliche Unfälle in Hochgebirgen

In den vergangenen Monaten häuften sich Notlagen, schwere Verletzungen und Todesfälle von Menschen im Hochgebirge. Jüngst sind sowohl im Himalaya, als auch im Alpenraum Bergsteiger aus Baden-Württemberg tödlich verunglückt.

Erst am vergangenen Sonntag hatte die Bergwacht im Berchtesgadener Land in einem aufwendigen Einsatz bei Nebel und Schnee drei junge Männer aus Hessen von einem der bekanntesten Gipfel der Region geholt. Die 17, 20 und 22 Jahre alten Bergsteiger hatten die Retter am Sonntag alarmiert, weil der Älteste der Gruppe auf dem Steig der „Steinernen Jäger“ am Hochstaufen körperlich und psychisch erschöpft war. Wegen des schlechten Wetters und einer technischen Panne konnten die drei nicht mit dem Hubschrauber ins Tal geflogen werden, wie das Bayerische Rote Kreuz mitteilte.

Der 1.771 Meter hohe Berg bei Bad Reichenhall ist nicht sehr hoch, aber steil und felsig. Der Weg über die „Steinernen Jäger“ führt durch Absturzgelände und gilt schon im Sommer - ohne Schnee - als physisch und psychisch fordernd. Da der Flug mit dem Hubschrauber nicht möglich war, brachten die Retter die drei Männer nicht ins Tal, sondern stiegen mit ihnen über den verschneiten Steig weiter in Richtung Gipfel. Dort nahm der Hüttenwirt des Reichenhaller Hauses das Trio für die Nacht auf. Die 21 Retter hingegen stiegen ab und erreichten erst in der Nacht nach acht Stunden wieder das Tal.