Laser-Angriffe
: Immer mehr Attacken auf Flugzeuge in Baden-Württemberg

Die Zahl gefährlicher Laserangriffe auf Flugzeuge in Baden-Württemberg ist deutlich gestiegen. Darum sind die Attacken so gefährlich.
Von
Florian Huth
Ulm
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Ein Nachbar soll dem anderen mit einem Laiserpointer in dessen Augen geleuchtet haben.

ARCHIV - Laserpointer sind kein Spielzeug und können schnell gefährlich werden, wenn jemand geblendet wird. Foto: Fabian Strauch/dpa/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Laserpointer sind für Piloten eine ernstzunehmende Gefahr. Die Angriffe nehmen zu,

Fabian Strauch/dpa
  • Zahl der Laserangriffe auf Flugzeuge in Baden-Württemberg 2024 auf 31 gestiegen (+9 im Vergleich zu 2023).
  • Besonders betroffen: Luftraum rund um den Flughafen Stuttgart.
  • Gefährlich: Laserblendung kann Piloten blenden, Sicht beeinträchtigen und Augenschäden verursachen.
  • Laserangriffe sind strafbar – bis zu zehn Jahre Haft drohen.
  • Drohnenstörungen seltener – nur sechs Fälle in drei Jahren gemeldet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein gefährlicher Trend! Die Zahl gefährlicher Blend-Angriffe mit Laserpointern auf Flugzeuge in Baden-Württemberg hat zugenommen.

31 Laserangriffe in Baden-Württemberg im Jahr 2025

Laut einer veröffentlichten Stellungnahme des Verkehrsministeriums zu einer Anfrage der FDP-Landtagsfraktion erfasste die Kriminalstatistik 2024 landesweit 31 Laserangriffe. Das sind neun mehr als im Vorjahr. Besonders häufig betroffen war der Luftraum rund um den Flughafen Stuttgart.

Deutlich seltener kommt es zu Störungen durch Drohnen. Hier wurden in den vergangenen drei Jahren landesweit insgesamt nur sechs Fälle gemeldet.

Darum sind Laserpointer-Angriffe so gefährlich

Laserpointer-Angriffe auf Flugzeuge sind ein ernstzunehmendes Sicherheitsproblem. Ein starker Laserstrahl, der vom Boden auf das Cockpit eines Flugzeugs gerichtet wird, kann:

  • Piloten blenden oder desorientieren, besonders bei Start oder Landung
  • Kurzzeitig die Sicht nehmen, was zu gefährlichen Situationen führen kann
  • Augenschäden verursachen, bei direkter Einwirkung starker Laserstrahlen

Angriffe mit Laserpointern sind kein Kavaliersdelikt

Besonders problematisch ist, dass Laserpointer relativ leicht erhältlich sind und oft aus großer Entfernung eingesetzt werden können. Täter zielen vom Boden aus gezielt auf Flugzeuge im Landeanflug, in der Annahme, der Laserstrahl sei harmlos. Doch das Gegenteil ist der Fall: Moderne Laserpointer, vor allem ab Klasse 3B oder 4, entwickeln eine enorme Lichtstärke, die selbst in mehreren hundert Metern Entfernung gefährlich sein kann.

Solche Angriffe sind kein Kavaliersdelikt, sondern ein strafrechtlich relevanter Eingriff in den Luftverkehr. In Deutschland drohen dafür empfindliche Strafen – bis zu zehn Jahre Freiheitsentzug. Dennoch nehmen die gemeldeten Fälle seit Jahren zu. Besonders betroffen sind Regionen in der Nähe großer Flughäfen, etwa rund um Stuttgart, Frankfurt oder Berlin.