Landgericht Mannheim
: Freundin erschlagen? Mordprozess gegen 17-Jährigen hat begonnen

Die Beziehung soll von Misstrauen und Eifersucht geprägt gewesen sein: Ein 17-jähriger Syrer soll seine 19-jährige Freundin in Mannheim erschlagen haben. Am Morgen hat der Prozess begonnen.
Von
dpa
Mannheim
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Die Leiche der jungen Frau wurde im März in einem Wald bei Mannheim gefunden. (Archivbild)

Rene Priebe/dpa
  • In Mannheim begann der Mordprozess gegen einen 17-Jährigen am Landgericht.
  • Angeklagt ist ein Syrer: Er soll seine 19-jährige Freundin im März erschlagen haben.
  • Die Beziehung galt als von Misstrauen und Eifersucht geprägt, Trennungswunsch stand im Raum.
  • Laut Anklage schlug er erst mit der Faust, dann mit Aststücken – das Opfer verblutete.
  • Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit, Urteil könnte am 22. Dezember fallen.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Das 19-jährige Opfer soll nicht mit einem Angriff gerechnet haben – es habe sich daher nicht wehren können: Auf Mord lautet die Anklage gegen einen 17-Jährigen, der im März seine Freundin in einem Wald bei Mannheim erschlagen haben soll. Nun hat der Prozess am Landgericht Mannheim begonnen. Die Verhandlung findet aufgrund des jugendlichen Alters des Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wie das Gericht bereits mitgeteilt hatte.

Der Syrer soll laut Anklage vermutet haben, dass seine 19 Jahre alte Freundin ihm untreu gewesen sei, und sich wegen verschiedener Äußerungen der jungen Frau in seiner Ehre verletzt gefühlt haben. Nachdem die 19-Jährige ihm demnach zum wiederholten Male mitgeteilt habe, dass sie sich von ihm trennen wolle, soll der Jugendliche Anfang März den Entschluss gefasst haben, seine Freundin zu töten.

Junge Frau stirbt durch Verbluten

Als die beiden in einem Wald bei Mannheim unterwegs waren, schlug er mutmaßlich mehr als ein Dutzend Mal mit seiner Faust in das Gesicht und auf den Kopf des Opfers. Als die 19-Jährige auf dem Boden gelegen habe, soll der 17-Jährige mit Aststücken mindestens 40 Mal auf das Gesicht, den Kopf und den Hals der Frau eingeschlagen haben.

Ein Urteil in dem Verfahren am Landgericht Mannheim könnte kurz vor Weihnachten verkündet werden. (Archivbild)

Bernd Weißbrod/dpa

Sie sei an einem Ausfall der lebenswichtigen Steuerungszentren im Gehirn und durch Verbluten gestorben, hatte die Staatsanwaltschaft im August mitgeteilt. Die 19-Jährige habe nicht mit einem Angriff gerechnet und sich daher nicht wehren können.

Tatverdächtiger wurde am Tag des Leichenfundes festgenommen

Die beiden sollen seit März vergangenen Jahres eine Beziehung geführt haben. Diese sei im Frühjahr 2026 von gegenseitigem Misstrauen und Eifersucht geprägt gewesen, hieß es weiter. Nach früheren Angaben der Ermittler soll es immer wieder Konflikte gegeben haben. Der Tatverdächtige wurde am Tag des Leichenfundes festgenommen und kam in Untersuchungshaft.

Weil der Angeklagte erst 17 Jahre alt ist, findet die gesamte Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – einschließlich Anklageverlesung und Urteilsverkündung. Laut Gericht sind vorerst 13 Verhandlungstermine angesetzt. Ein Urteil könnte demnach am 22. Dezember verkündet werden. Dem Jugendlichen droht bei einer Verurteilung wegen Mordes eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren, wie eine Gerichtssprecherin sagte.