Land muss entscheiden: Frist für Wolf-Abschuss läuft aus

Am Dienstag, 10. März läuft die Frist ab. (Symbolbild)
Bernd Weißbrod/dpa- Abschussfrist für zutraulichen Wolf im Nordschwarzwald endet am Dienstag (10. März).
- Umweltministerium entscheidet Anfang dieser Woche über Verlängerung oder Ruhen.
- Begründung: Wolf näherte sich mehrfach Hunden und Menschen; über 180 Sichtungen seit Anfang 2024.
- Sorge vor „Wolfstourismus“: Tier könnte Scheu verlieren und gefährlich werden.
- Neue Genehmigung bräuchte neue Argumente; mögliche Klagen und Landtagswahl spielen mit rein.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Weil die Genehmigung für den Abschuss eines allzu zutraulichen Wolfs im Nordschwarzwald ausläuft, muss das Umweltministerium über den nächsten Schritt entscheiden. Die Behörde kann die bis zum Dienstag (10. März) geltende Genehmigung für die derzeit eingesetzten professionellen Jäger über die Paarungszeit der Wölfe hinaus verlängern. Oder sie lässt diese ruhen und das Tier, das sich rund um die Hornisgrinde zu oft den Menschen genähert hat, kann bis auf weiteres am Leben bleiben.
Das Ministerium hält sich bislang bedeckt. Wie es weitergeht, werde Anfang dieser Woche entschieden und verkündet, sagte ein Sprecher zuletzt.
Neue Argumente müssen her
Das Umweltministerium hatte den Abschuss damit begründet, dass sich der Wolf mehrfach Hunden und damit auch Menschen genähert habe. Seit Anfang 2024 seien mehr als 180 Sichtungen gemeldet worden, heißt es in der Ausnahmegenehmigung. Es beginne zudem ein „Wolfstourismus“, weil das Tier offenbar ein begehrtes Film- und Fotomotiv geworden sei. Der Wolf könne so die Scheu vor Menschen vollkommen verlieren - und gefährlich werden.
Die laufende Genehmigung und die „Gefährdungslage“ sind an die sogenannte Ranzzeit, die Paarungszeit, gekoppelt. Für eine neue Genehmigung bräuchte es neue Argumente - die dann wiederum Klagen von Naturschützern provozieren könnten.
Außerdem spielt die Landtagswahl eine Rolle. Die anstehenden Koalitionsgespräche könnten auch die künftigen Entscheidungen beeinflussen. Aus Sicht von Beobachtern ist es daher unklar, ob die grüne Umweltministerin, die nach der Landtagswahl nur noch kommissarisch im Amt ist, die Entscheidung über eine Genehmigung noch treffen will.
