Hitzefrei in BW: Diese Regeln gelten an Schulen in Baden-Württemberg

Hat es vormittags bereits mehr als 25 Grad im Schatten, können die Schulen ihren Schülern Hitzefrei geben.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Schulen in BW können Hitzefrei ab 25 Grad um 11 Uhr im Schatten entscheiden.
- Hitzefrei gibt es frühestens nach der 4. Stunde, aber nicht für Oberstufen und Berufsschulen.
- Grundschulen betreuen Kinder trotz Hitzefrei weiter, falls nötig.
- Sport bei Hitze: Schatten, viel trinken, Ausdauerbelastung begrenzen.
- Temperaturen bis 40 Grad und tropische Nächte erwartet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Juli macht so weiter, wie der Juni endete – es bleibt heiß. Bis Mittwoch werden in Teilen Baden-Württembergs bis zu fast 40 Grad erwartet, dazu tropische Nächte. Doch wenn die Sonne derart vom Himmel knallt und Abkühlung nicht in Sicht ist, kann der Unterricht in vollen Klassenzimmern schnell unangenehm werden. Schulen können dann unter bestimmten Voraussetzungen Hitzefrei geben. Wie sehen die Regeln in Baden-Württemberg aus?
Wer entscheidet über Unterrichtsausfall wegen Hitze?
In Baden-Württemberg gibt es keine generellen Vorgaben des Kultusministeriums, ob und wann Schülerinnen und Schüler Hitzefrei bekommen. Die einzelnen Schulleitungen tragen die Verantwortung darüber. Diese sollen sich laut Kultusministerium mit benachbarten Schulen abstimmen und möglichst gleichmäßig entscheiden. Dabei müssen die Schulleiterinnen und Schulleiter auch zwischen wichtigen Terminen wie etwa Klassenarbeiten und den Wetterumständen abwägen.
Nach Einschätzung des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) geben Schulleiter an Gymnasien deutlich seltener Hitzefrei als an anderen Schularten. Man gehe davon aus, dass es im Bereich der Sekundarstufe 1 und an den Grundschulen in dieser Woche an nicht wenigen Schulen im Land Hitzefrei geben werde.
Ab welchen Temperaturen gibt es Hitzefrei?
Auch wenn es keine festen Vorgaben gibt, empfiehlt das Kultusministerium den Schulen, sich an bestimmten Kriterien zu orientieren. Diese sehen vor, dass die Schulen Hitzefrei geben können, wenn die Außentemperatur um 11 Uhr mindestens 25 Grad im Schatten beträgt. Außerdem gibt es Hitzefrei demnach frühestens nach der vierten Schulstunde.
Muss ich mein Kind direkt abholen?
Nein. An Grundschulen habe Hitzefrei wenig Auswirkungen, sagte der Vorsitzende des Landeselternbeirats, Sebastian Kölsch. In Grundschulen mit ergänzender Betreuung müssten die Kinder weiter betreut werden, so Kölsch. Es gebe lediglich keinen Unterricht. Können Schüler nicht fußläufig nach Hause gehen, sondern sind auf den Bus oder andere Verkehrsmittel angewiesen, dann müssen die Schulen ihnen auch bei Hitzefrei bis zur Heimfahrt Aufenthaltsräume zur Verfügung stellen.
Gibt es Hitzefrei an allen Schularten?
Nein. Schüler an beruflichen Schulen sowie in der gymnasialen Oberstufe können kein Hitzefrei bekommen, so das Ministerium. Für diese Schüler müsse aber ein Zugang zu Trinkwasser gewährleistet sein.
Wie sieht es mit Sportunterricht aus?
Sportlehrer müssen laut Ministerium immer abwägen, wie etwa Hitze bei der Gestaltung des Unterrichts berücksichtigt werden müsse. Dabei sollen sie Empfehlungen des Ministeriums berücksichtigen, die etwa vorsehen, dass die Kinder in den Pausen im Schatten sind, viel getrunken wird und Sonnencreme zum Einsatz kommt. Außerdem sollen intensive Ausdauerbelastungen bei hohen Temperaturen nicht länger als 30 Minuten dauern oder ganz unterlassen werden.
Welche Hitzefrei-Regelungen in anderen Bundesländern gelten, lesen Sie hier.


