Hacker-Attacke auf Verwaltung: Cyberangriff auf Stadt Ellwangen legt Schulsoftware lahm

Cyberangriffe sind eine wachsende Gefahr im Internet – nun hat es die Stadt Ellwangen getroffen.
Oliver Berg/dpa- Cyberangriff auf Ellwangen, Verwaltungssysteme teils lahmgelegt.
- Schulen betroffen, App für Kommunikation gestört, digitale Tafeln außer Betrieb.
- Hintergrund des Angriffs unklar, keine Hinweise auf Datenkompromittierung.
- Externe Dienstleister und Cybersicherheitsagentur unterstützen Stadt.
- Stadtverwaltung weiterhin erreichbar, alle Dienste im Rathaus verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Ellwangen ist seit mehr als einer Woche von einem Cyberangriff betroffen, der Systeme der Verwaltung beeinträchtigt und zum Teil lahmgelegt hat. Wie die Stadt am Sonntag mitteilte, sind derzeit vor allem die städtischen Schulen von der Attacke betroffen. Der Hintergrund des Angriffs ist unklar. „Nach wie vor laufen die Untersuchungen der einzelnen Systeme“, sagte ein Stadtsprecher.
Erste Auffälligkeiten in den IT-Systemen seien bereits am 24. April festgestellt worden, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Es seien sofort „umgehende Sicherheitsmaßnahmen“ eingeleitet worden. So seien auffällige Systeme abgeschaltet worden, ein Krisenstab wurde gegründet, ein externer Dienstleister und die Cybersicherheitsagentur des Landes Baden-Württemberg hinzugezogen. „Wir haben eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt“, sagt der Sprecher.
Software an Schulen eingeschränkt
Die größten Einschränkungen gebe es aktuell an den städtischen Schulen in Ellwangen. Verschiedene Apps, über die Schüler und Lehrer miteinander kommunizieren, seien derzeit nicht verfügbar, teilt die Stadt mit. An einer Schule sei zudem auch die Software außer Betrieb, die digitale Tafeln und Beamer steuere. Möglicherweise sei ein Hacker über eine der Schulen in die IT-Systeme der Stadt eingedrungen. Der Hintergrund der Attacke sei zudem weiter unklar: „Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es keine Hinweise auf eine Kompromittierung personenbezogener Daten“, heißt es von der Stadtverwaltung. Es seien auch keine „Lösegeldforderungen“ oder andere Erpressungsversuche von etwaigen Cyberkriminellen bei der Stadt eingegangen.
Ein Totalausfall der städtischen digitalen Infrastruktur ist mit dem Vorfall allerdings nicht verbunden. „Wir sind nicht komplett lahmgelegt“, sagte der Stadtsprecher: Während der Krisenstab daran arbeite, den Schaden zu begrenzen und die Systeme zu überwachen, liefen die Systeme der Stadtverwaltung weiterhin, die Kommunikations- und Arbeitsfähigkeit der Verwaltung sei gewährleistet: „Die Verwaltung ist weiterhin per E-Mail und Telefon erreichbar. Alle Dienste für die Bevölkerung können im Rathaus wie gewohnt angeboten werden“, teilte die Stadt mit. Teilweise arbeiteten die Systeme aber langsamer als sonst.
