Große Suchaktion auf Kreta
: 20-Jähriger aus Baden-Württemberg bleibt vermisst

Die Hoffnung schwindet: Ein 20 Jahre alter Heidelberger wird auf Kreta seit einer Woche vermisst. Rettungsteams durchsuchen die schwer zugängliche Bergregion der Insel bislang ohne Erfolg.
Von
dpa
Chania
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An engen Stellen der Schlucht kann das Wasser im Winter meterhoch steigen. (Archivbild)

picture alliance / dpa-tmn
  • Ein 20-jähriger Tourist aus Baden-Württemberg wird seit fünf Tagen auf Kreta vermisst.
  • Er wanderte in der Samaria-Schlucht, die im Winter wegen Gefahren gesperrt ist.
  • Der letzte Kontakt war eine Nachricht an seine Schwester am Donnerstagabend.
  • Rettungskräfte, Feuerwehr und Küstenwache suchen nach ihm.
  • Kretische Medien berichteten von anderen Unfällen mit ausländischen Wanderern.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weiterhin gibt es keine Spur von dem 20-jährigen Deutschen, der seit dem vergangenen Donnerstag in der Samaria-Schlucht auf Kreta vermisst wird. Die Suche nach dem verschollenen Wanderer gestaltet sich äußerst schwierig, Nebelbänke behinderten die Sicht, zwischendurch hagelt und schneit es. Ein Hubschrauber der Rettungskräfte sei wetterbedingt kaum einsatzfähig, berichtete der griechische Nachrichtensender ERTnews. Einsatzkräfte seien auch zu Fuß und mit Suchhunden unterwegs, zudem beteiligten sich Freiwillige, und Drohnen würden eingesetzt.

Kein Lebenszeichen von 20-Jährigem

Es wird vermutet, dass der junge Mann den knapp 2000 Meter hohen Berg Gingalos im Südwesten der Insel besteigen wollte. Laut griechischen Medien schickte er am vergangenen Donnerstagabend eine Nachricht an seine Schwester, in der er versicherte, dass alles in Ordnung sei. Danach gab es kein weiteres Lebenszeichen. Alarmiert wurden die Behörden zwei Tage später, als der Mann seinen Mietwagen nicht wie vereinbart zurückgab. „Die Rettungsmannschaften konnten den Punkt (von dem aus er sich meldete) bislang nicht erreichen“, sagte seine Schwester im griechischen Fernsehen.

Wanderungen auf Kreta werden unterschätzt

Die Besteigung des Gingalos gilt bei Trekking-Experten als sehr schwierig. Der obere Teil ist felsig und von tiefen Spalten durchzogen. Normalerweise wird der Berg in den Sommermonaten von Gruppen mit Führer bestiegen. Im Winter ist der Zugang zur Schlucht eigentlich verboten, weil Starkregen und Schneefall Überflutungen, Steinschläge und Erdrutsche verursachen können. Ein Video des Nachrichtenportals „Newsbeast“ zeigt den Hubschraubereinsatz in der unzugänglichen Region.

Immer wieder ereignen sich auf Kreta und Unglücke mit Wanderern, vor allem mit ausländischen Touristen. Im vergangenen Jahr kamen unter anderem im Juni ein 67-jähriger und im September ein 60-jähriger Deutscher bei Wanderungen ums Leben. Die größte Gefahr im Sommer sind Hitze und Hitzschlag. Im Winter können Schnee und Nebel für Orientierungsverlust sorgen.