Giftiger Qualm
: Zwölf Einsatzkräfte der Feuerwehr verletzt

In Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) hat es am Donnerstagabend in einem Container für Bauschutt eine chemische Reaktion gegeben.
Von
Uwe Keuerleber
Kaisersbach
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Feuerwehr Symbolbild: ILLUSTRATION - 08.11.2023, Baden-Württemberg, Stuttgart: Blaulicht ist während eines Pressetermins auf einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr zu sehen. (zu dpa: «Piepender Kühlschrank löst Feuerwehreinsatz aus») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Mehrere Menschen wurden durch giftigen Qualm in Kaiserbach verletzt

Marijan Murat/dpa

Am Donnerstagabend gegen 19:18 Uhr kam es in Kaisersbach zu einem größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungsdiensten, nachdem eine chemische Reaktion in einem Abfallcontainer zu einer starken Rauchentwicklung führte. Der Container enthielt Bauschutt, der nach einem Hochwasserschaden entsorgt worden war.

Die Bewohnerin des betroffenen Hauses hatte hierbei eine alte Metalldose mit Calciumphosphit, ein früher zur Wühlmausbekämpfung verwendetes Mittel, ebenfalls in dem Container entsorgt. Die Feuchtigkeit des vom Hochwasser durchnässten Bauschutts führte zu einer chemischen Reaktion, die Rauch verursachte.

Atemwegsreizungen bei Hausbewohnerin und Einsatzkräften

In der Annahme, es handle sich um einen Brand, versuchten die Hausbewohnerin und die alarmierte Feuerwehr zunächst, das vermeintliche Feuer mit Wasser zu löschen. Dies verstärkte jedoch die chemische Reaktion und die Rauchentwicklung erheblich. Die entstehenden Gase führten bei der Hausbewohnerin und zwölf Einsatzkräften der Feuerwehr zu Atemwegsreizungen, sodass sie zur Beobachtung in umliegende Krankenhäuser gebracht werden mussten. Der Gefahrgutzug der Feuerwehr Winnenden konnte das Gas schließlich binden und unschädlich machen. Die Feuerwehren der Gemeinden Kaisersbach, Welzheim, Alfdorf, Backnang, Winnenden und Allmersbach waren mit insgesamt 20 Fahrzeugen und 83 Einsatzkräften im Einsatz. Der Rettungsdienst war mit sechs Fahrzeugen und 16 Einsatzkräften vor Ort. Die vorbeiführende Kreisstraße 1892 war bis etwa 4 Uhr morgens voll gesperrt.