Gewaltserie im Raum Stuttgart: Schöffe schaute aufs Handy – Prozess beginnt am Dienstag erneut

Der Prozess um eine blutige Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen im März 2023 in Stuttgart-Zuffenhausen wird erneut aufgerollt.
Christoph Schmidt/dpa- Prozess in Stuttgart wegen Gewaltserie beginnt erneut am 7.1.2025.
- Schöffe las während Zeugenaussage WhatsApp, Prozess wird wiederholt.
- Angeklagte: zwei junge Deutsche wegen versuchten Mordes, ein Türke wegen Strafvereitelung.
- Tat im März 2023: Opfer lebensgefährlich verletzt, Waffe illegal.
- Gewaltserie zwischen rivalisierenden Banden seit 2022.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Vor dem Stuttgarter Landgericht beginnt einer der großen Prozesse um die Gewaltserie im Raum Stuttgart von vorn, weil ein Schöffe während einer Zeugenaussage eine WhatsApp-Nachricht gelesen hat. Die Angeklagten hatten nach Angaben des Landgerichts seine Ablehnung beantragt, weil sie den Mann für möglicherweise befangen hielten. Alles, was an den fünf bisherigen Prozesstagen verhandelt wurde, wie beispielsweise Zeugenvernehmungen, wird von Dienstag (7.1.2025) an wiederholt.
Im Prozess müssen sich zwei junge Männer seit Ende Oktober verantworten, weil sie im März 2023 einen damals 34-jährigen Türken im Stuttgarter Stadtteil Zuffenhausen angeschossen und lebensgefährlich verletzt haben sollen. Den beiden 22 und 21 Jahre alten Deutschen wird versuchter Mord vorgeworfen. Angeklagt ist zudem ein ebenfalls 21 Jahre alter Türke wegen Strafvereitelung. Er soll nach der Tat die Waffe entsorgt haben, die der Schütze wohl illegal besessen hatte.
Gewaltserie im Raum Stuttgart seit zweieinhalb Jahren
Die Schüsse werden der Gewaltserie zwischen zwei rivalisierenden Banden in der Region Stuttgart zugerechnet, die die Ermittler seit Mitte 2022 beschäftigt. Die mutmaßlichen Täter ordnet die Staatsanwaltschaft der Gruppe aus dem Raum Esslingen zu, das Opfer soll eine Führungsperson der rivalisierenden Gruppe aus Zuffenhausen gewesen sein.
