Gesundheitsgefahr beim Baden: Von Blaualgen kaum eine Spur – Daumen hoch für Badeseen im Land!

Ein Mann auf einem SUP durchquert einen Teppich aus Blaualgen auf einem See bei Berlin. In Baden-Württemberg sind die Badeseen dagegen bisher weitgehend unbelastet.
Soeren Stache/dpa- Baden-Württemberg: Badeseen bisher kaum von Blaualgen betroffen – Gesundheitsministerium gibt Entwarnung.
- Blaualgen erkennbar an grün-bläulichem Film, trübem Wasser und muffigem Geruch – Vorsicht an heißen Tagen.
- Nach Kontakt mit belastetem Wasser: gründlich duschen, Kleidung waschen, bei Beschwerden Arzt aufsuchen.
- Haustiere schützen: Kein Kontakt mit belastetem Wasser, Symptome wie Erbrechen sofort abklären lassen.
- Infos zu Blaualgen-Warnungen: App „Meine Umwelt“, Websites von Behörden und die Badegewässerkarte nutzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Sommer, Sonne, Badespaß? Nicht überall. In Hessen häufen sich die Badeverbote wegen Blaualgen, im fränkischen Seeland vermehren sich die Bakterien blitzschnell und auch in Ostdeutschland macht die Hitze den Seen ordentlich zu schaffen. „Daumen hoch“ dagegen in Baden-Württemberg, wie das zuständige Gesundheitsministerium mitteilt. Wasserratten müssen sich bislang keine Sorgen wegen Blaualgen machen.
Wichtige Werte für den Toxingehalt seien in diesem Jahr noch nicht überschritten worden, teilte das Ministerium mit. Gemessen an der Zahl der mehr als 300 überwachten Badestellen in Baden-Württemberg erscheine die tatsächliche Zahl der belasteten Gewässer und der Toxinkonzentrationen auch während der vergangenen Jahre „überschaubar“.
Dennoch gilt Vorsicht: Denn Blaualgen können die Idylle schnell trüben. Die mikroskopisch kleinen Organismen sind nicht nur unschön anzusehen, sondern auch ungesund. Hautreizungen und Übelkeit – die Liste der Probleme ist lang und sogar Haustiere sind gefährdet.
Wie erkenne ich, ob ein Badesee von Blaualgen betroffen ist?
Blaualgen erkennt man an einem grün-bläulichen, oft öligen Film auf der Wasseroberfläche. Das Wasser wirkt trüb, manchmal sogar wie eine Suppe. Häufig riecht es muffig oder nach faulen Eiern. An vielen Seen warnen Schilder vor Blaualgen, wenn die Belastung zu hoch ist. Fehlen solche Hinweise, sollte man bei ungewöhnlichem Aussehen des Wassers vorsichtig sein. Besonders an heißen Tagen und in stehenden Gewässern ist die Gefahr höher. Und ein Tipp: Steht man im Wasser und kann die eigenen Füße durchs trübe Wasser nicht mehr sehen, sollte man nicht baden.
Was tun, wenn ich trotzdem in einem betroffenen See gebadet habe?
Nach dem Baden in einem See mit Blaualgen muss es schnell gehen. Gründlich Duschen mit klarem Wasser, das entfernt Rückstände von Haut und Haaren. Kleidung, die mit dem Wasser in Kontakt kam, sollte ebenfalls gewaschen werden. Hautreizungen, Übelkeit oder Atemprobleme? Dann ist ein Arzt gefragt. Besonders Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut sollten genau beobachtet werden. Bei schweren Beschwerden nicht zögern, einen Mediziner um Hilfe zu bitten.
Wie kann ich mein Haustier an einem belasteten See schützen
Haustiere, vor allem Hunde, sind besonders gefährdet, da sie oft Wasser trinken oder darin spielen. Bei sichtbaren Blaualgen sollte der Kontakt mit dem Wasser unbedingt vermieden werden. Auch Pfützen am Ufer können belastet sein. Nach einem Spaziergang am See hilft es, das Fell des Tieres gründlich zu reinigen. Zeigt das Tier Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Zittern, sollte sofort ein Tierarzt aufgesucht werden. Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Blaualgen haben auf der Wasseroberfläche eines Sees giftgrüne Schlieren erzeugt.
Uwe Zucchi/dpaGibt es eine App oder Plattform, die über Warnungen informiert?
In Baden-Württemberg gibt es mehrere Möglichkeiten, sich über Blaualgen-Warnungen zu informieren. Die App „Meine Umwelt“ des Umweltministeriums bietet Hinweise zu Umweltbelastungen, darunter auch zur Gefahr durch Blaualgen. Auch die Websites des Umweltministeriums oder lokaler Gesundheitsämter sind hilfreiche Quellen, ebenso die landesweite Übersicht auf der Badegewässerkarte. Einige Gemeinden veröffentlichen Warnungen direkt auf ihren Webseiten. Wer regelmäßig baden geht, sollte diese Plattformen im Blick behalten, um auf dem neuesten Stand zu bleiben.
Wie lässt sich Blaualgen-Bildung verhindern?
Das ist vor allem ein langer Anlauf. Blaualgen entstehen durch eine Kombination aus hohen Temperaturen und Nährstoffüberschuss im Wasser, oft durch Dünger oder Abwässer. Es können zum Beispiel weniger chemische Düngemittel im Garten genutzt werden. Außerdem ist es wichtig, dass keine Abwässer in Gewässer gelangen. Auch der Klimaschutz spielt eine Rolle: Weniger CO2-Ausstoß kann langfristig die Erderwärmung bremsen und so die Bedingungen für Blaualgen verschlechtern.