Gesundheit: Notfallpraxis im Oberndorfer Krankenhaus soll schließen

Die Notfallpraxis im Oberndorfer Krankenhaus soll geschlossen werden.
Bernd Weißbrod/dpaDer Rottweil FDP-Landtagsabgeordnete äußert sich zu der öffentlich gewordenen Planung der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW). Demnach sollen im Land 15 Notfallpraxen des ärztlichen Bereitschaftsdienstes geschlossen werden. Darunter fällt im Landkreis Rottweil der Standort im Krankenhaus Oberndorf sowie in der unmittelbaren Nachbarschaft des Kreises im Krankenhaus Wolfach. Die Notfallpraxen dienten der ärztlichen Versorgung in der Nacht und am Wochenende. Sie seien Anlaufstelle für nicht lebensbedrohliche Fälle, die ärztlicher Behandlung bedürfen und sind in der Regel in Räumlichkeiten der Krankenhäuser untergebracht.
Resolution im Kreistag beantragen
Den Planungen zufolge sei künftig nur noch in Rottweil ein Standort für eine Notfallpraxis vorgesehen. Karrais dazu: „Die Planung der KVBW ist eine massive Verschlechterung der Versorgungssituationen für die Bürger im Kreis Rottweil.“ Für die Bevölkerung in und um Sulz sowie Oberndorf bedeute die Schließung deutlich längere Fahrtwege von einer halben Stunde nach Rottweil, Balingen oder Freudenstadt. „Ich fordere Sozialminister Lucha auf, seiner Verantwortung gerecht zu werden und diesen Planungen Einhalt zu gebieten“, schreibt Karrais. Er befürchte zudem eine weitere Überlastung der Notaufnahmen, wenn Notfallpraxen nicht flächendeckend zur Verfügung stehen. Er plane im Kreistag den Beschluss einer Resolution zu beantragen, die den Erhalt der Standorte Oberndorf und Wolfach zum Ziel hat.