Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart: Illegal mit Edelmetallen im Wert von 50 Millionen Euro gehandelt – Anklage gegen zwei Männer

Die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart hat Anklage gegen zwei Männer aus Pforzheim erhoben (Symbolbild).
Marijan Murat/dpa- Anklage in Stuttgart: Zwei Männer aus Pforzheim sollen mit gestohlenen Edelmetallen handeln.
- Vorwurf laut Behörde: gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 190 Fällen und Geldwäsche.
- Wert der Metalle etwa 50 Millionen Euro – Verkauf nach dem Einschmelzen über ein Scheinunternehmen.
- Teil der Erlöse soll ins Ausland geflossen sein – am Flughafen Stuttgart Bargeld beschlagnahmt.
- Festnahmen im März, U-Haft seitdem. Landgericht Mannheim prüft die Zulassung der Anklage.
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Wegen des Handels mit gestohlenen Edelmetallen im Wert von etwa 50 Millionen Euro hat die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart Anklage gegen zwei Männer aus Pforzheim erhoben. Wie die baden-württembergische Behörde am Donnerstag mitteilte, wird den beiden Beschuldigten gewerbsmäßige Bandenhehlerei in 190 Fällen und Geldwäsche vorgeworfen. Das Landgericht Mannheim entscheidet über die Zulassung der Anklage.
Laut Anklageschrift sollen die beiden Beschuldigten hinter der Fassade eines Edelmetallunternehmens illegal beschaffte Materialien gekauft, eingeschmolzen und schließlich weiterverkauft haben. Die Erlöse aus den Geschäften sollen teilweise ins Ausland gebracht worden sein.
Dabei seien in einem Fall im Februar 2026 am Flughafen Stuttgart mehrere Briefumschläge mit Bargeld an 27 Menschen auf dem Weg in die Türkei verteilt worden. Bei Kontrollen seien die Umschläge allerdings aufgefallen und mehr als 217.000 Euro in Bar beschlagnahmt worden.
Festgenommen wurden die Männer im März. Seither sitzen sie in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu weiteren Beteiligten des Edelmetallhandels und gegen Menschen, die versuchten, das Bargeld über den Stuttgarter Flughafen zu schmuggeln, dauerten an.
