Einem Bericht des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) zufolge ist die Zahl der Asylanträge in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr um 50 Prozent gestiegen. Demnach haben 25 481 Menschen im Jahr 2022 Asyl beantragt. Im Jahr zuvor waren es 17 055.
Hinzu kamen in Baden-Württemberg 2022 noch 140.000 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Die Zahl dieser ist in der Asyl-Statistik nicht erfasst, weil sie nicht das reguläre Asylverfahren durchlaufen. Laut Bundesinnenministerium wurden seit Beginn des russischen Angriffskriegs rund eine Million Flüchtlinge aus der Ukraine in Deutschland registriert. Wie viele sich davon aktuell in der Bundesrepublik aufhalten, ist nicht genau erfasst.

Asylanträge steigen: Baden-Württemberg auf Platz 3

Nach Bayern und Nordrhein-Westfalen liegt Baden-Württemberg der Statistik zufolge auf Platz drei der Bundesländer mit den meisten Anträgen auf Asyl, berichtet der SWR. Insgesamt entfielen 11,7 Prozent der bundesweiten Asylanträge auf den Südwesten.

Die meisten Asylantragsteller aus Syrien

Im Jahr 2021 haben in ganz Deutschland noch 190.816 Menschen Asyl beantragt, im vergangenen Jahr waren es bereits 244.132 Menschen. Dabei kamen die meisten Antragsteller und Antragstellerinnen aus Syrien. Das sind fast 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Direkt darauf folgen Anträge aus Afghanistan (Anstieg von rund 56 Prozent), wie aus der BAMF-Statistik hervorgeht. Die Zahlen zu den Herkunftsländern liegen für Baden-Württemberg laut Bericht noch nicht vor.