SWP+SWP+Flüchtling erschossen und zerstückelt
: „In anderen Ländern wäre ich ein Held“ – zu mildes Urteil für deutschen Täter?

HintergrundAn Weihnachten 2023 wird im Hotzenwald ein tunesischer Flüchtling mit Kopfschüssen hingerichtet, zerstückelt, im Rhein versenkt. Der Täter: ein deutscher NS-Fan. Das Urteil: sechs Jahre und zehn Monate Haft. Wie kann das sein?
Von
Eberhard Wein
Rickenbach/Waldshut
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Prozess wegen Totschlags: ARCHIV - 14.10.2024, Baden-Württemberg, Waldshut-Tiengen: Ein Justizbeamter (M) nimmt einem Angeklagten (l) im Gerichtssaal die Handschellen ab, während dessen Verteidiger Waldemar Efimow daneben steht. Der 58-jährige Tatverdächtige soll einen 38-jährigen nach einem Streit erschossen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen mit. Tage später soll er den Toten mit einer Machete in mehrere Teile zerlegt, diese in Maschendraht eingewickelt und an unterschiedlichen Stellen in den Rhein geworfen haben. (zu dpa: «Zerstückelte Leiche im Rhein: Darum wird am BGH verhandelt») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Streng religiös, Jäger und NS-Fan: Patrick E. hat gestanden, einen tunesischen Flüchtling mit zwei Kopfschüssen getötet, zerstückelt und im Rhein versenkt zu haben. Danach feierte er Weihnachten mit der Familie.

Philipp von Ditfurth/dpa