Filmreife Verfolgungsjagd im Allgäu: Autodieb schießt sich nach Flucht vor Polizei in den Kopf

Verfolgungsjagd durch zwei Länder endet im Allgäu auf der Bundesstraße 308 im Allgäu.
David Pichler/dpa- Autodieb flüchtete nach einem Tankbetrug im Allgäu; Polizei verfolgte ihn bis nach Österreich.
- Nach Rückkehr nach Deutschland durchbrach er Straßensperren und rammte Polizeifahrzeuge.
- Täter verbarrikadierte sich mit Schusswaffe, schoss sich schließlich in den Kopf und wurde schwer verletzt.
- Drei Polizeiwagen und das Fluchtfahrzeug beschädigt; zwei Beamte leicht verletzt.
- Ermittlungen laufen, Herkunft der Waffen unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Streife der Grenzpolizeiinspektion Lindau entdeckte am Sonntagabend gegen 22 Uhr ein verdächtiges Fahrzeug an einer Tankstelle im Industriegebiet. Der Fahrer betankte dort sein Auto und entfernte sich anschließend, ohne zu bezahlen. Die Beamten folgten dem Auto und versuchten es mittels Signalgeber anzuhalten. Doch der Fahrer folgte der Aufforderung der Beamten nicht und flüchtete vor der Kontrolle. Mehrere Streifen der Polizeidienststellen aus Lindau und Lindenberg versuchten den Flüchtenden zu folgen und zum Anhalten zu bewegen. Mittlerweile wurde bekannt, dass das Auto als gestohlen gemeldet und der Fahrer im Besitz einer Schusswaffe war.
Bewaffneter Autodieb flüchtet nach Österreich
Der Tatverdächtige beschleunigte trotz weiterer Anhalteaufforderungen und fuhr mit hoher Geschwindigkeit durch Lindau in Richtung österreichischer Grenze. Auch österreichische Einsatzkräfte wurden daraufhin zur Unterstützung alarmiert. Bei Bregenz wendete der Fahrer und fuhr wieder zurück Richtung Grenzübergang Hohenweiler. Die weitere Fluchtroute führte über die B308 Richtung Lindenberg. Dabei durchbrach er mehrere Straßensperren und rammte mehrere Dienstfahrzeuge der Polizei.
Auf einer Kehre im Bereich Rohrach verlor er zunächst die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam von der Fahrbahn ab. Mehrere Streifen blockierten daraufhin die Weiterfahrt des Flüchtenden. Auf die anschließende polizeiliche Aufforderung, das Fahrzeug zu verlassen, reagierte er nicht. Mehrere Verfolgungskräfte unter anderem eine Spezialeinsatzeinheit der österreichischen Polizei umstellten das Auto. Der zwischenzeitlich identifizierte Fahrer verbarrikadierte sich in seinem Fahrzeug und bedrohte zeitweise die Kräfte aus dem Fahrzeug heraus mit einer Schusswaffe.
Autodieb schießt sich selbst in den Kopf
Nach mehreren Aufforderungen, das Fahrzeug zu verlassen, erfolgte schließlich der Zugriff. Dabei schoss sich der 43-jährige Mann, der gebürtig aus Leutkirch stammt, selbst in den Kopfbereich und wurde dadurch schwer verletzt. Rettungskräfte versorgten den Schwerverletzten und brachten ihn in ein Krankenhaus.
Zu einem polizeilichen Schusswaffengebrauch kam es nicht. Bei der Verfolgungsfahrt wurden insgesamt drei Dienstfahrzeuge, sowie das Fahrzeug des Tatverdächtigen beschädigt. Zwei Einsatzkräfte verletzten sich leicht. Die Kriminalpolizei Memmingen nahm die Ermittlungen wegen der im Raum stehenden Straftaten auf. Auch die Herkunft der Waffen ist derzeit noch ungeklärt. Die Bearbeitung der Verkehrsdelikte und der Schädigungen übernahm die Verkehrspolizei Kempten. Während des Einsatzes war die Bundesstraße 308 über mehrere Stunden beidseitig lokal gesperrt.
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