Großbrand im Europa-Park Rust: Feuer ausgebrochen: Flammen in Freizeitpark unter Kontrolle - Park soll am Dienstag wieder öffnen
Am Montagnachmittag (19.06.) ist es im Europa-Park Rust zu einem Großbrand gekommen. Eine meterhohe, dunkle Rauchwolke erhob sich am frühen Abend über dem Freizeitpark. Das genaue Ausmaß sei noch nicht klar, sagte eine Polizeisprecherin. Nach Angaben des Parks sei es gegen 16.40 Uhr in der Indoor-Attraktion „Yomi-Zauberwelt ausgebrochen.
Meterhohe Flammen – „Zwischenfall“ im Freizeitpark
Der Freizeitpark informierte zunächst über den Kurznachrichtendienst Twitter: „Liebe Besucher/Europa-Park Freunde, es ist zu einem Zwischenfall im Europa-Park gekommen. Wir arbeiten mit den zuständigen Behörden und Einsatzkräften eng zusammen. Ein Update folgt, sobald neue Informationen verfügbar sind.“
Inzwischen vermelden sowohl der Park selbst als auch die Polizei, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Laut einem Sprecher des Unternehmens sei der Park schnell und geordnet geräumt worden. Die Übernachtungsgäste konnten den Angaben nach zeitnah in die Hotels zurückkehren. Sie können bereits am Dienstag wieder den Park besuchen, er soll – trotz des Brandes – ganz normal öffnen. Manche Bereiche um den Brandort würden aber sehr wahrscheinlich nicht zugänglich sein, sagte eine Sprecherin am Montagabend. Welche das genau seien, sei noch unklar.
Über die Höhe des Schadens machte das Unternehmen zunächst keine Angaben. Besucher hätten sich zwar nicht verletzt, dafür zogen sich bei den Löscharbeiten zwei Feuerwehrleute leichte Blessuren zu. Nach Polizeiangaben sei die Feuerwehr weiterhin mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch Rettungskräfte seien vor Ort.
Feuer im Europapark Rust: Augenzeuge berichtet von lautem Knall
Ein Augenzeuge berichtete dem Schweizer Nachrichtenportal „20min“, dass es in dem Park zwei bis drei Mal laut geknallt habe. „Danach war ein riesiger Brand zu sehen.“ Zuvor war der Zeuge noch auf der Atlantica-Supersplash-Bahn gewesen, ehe er sie verlassen musste. Kurz darauf war es in der Nähe der Bahn zum Brand gekommen.
Hubschrauber und mehrere Feuerwehrleute im Einsatz
Mehrere Feuerwehrleute sind in dem Freizeitpark im Einsatz, um den Brand zu löschen. Auch ein Hubschrauber kreist aktuell über dem Gebiet. Eine Reporterin berichtete der Schweizer Tageszeitung „Blick“ derweil: „Es herrscht Chaos. Eine Warnung wurde noch nicht ausgesprochen. Die Bahnen sind noch offen. Die Leute rennen raus und rein.“ Alle Bahnen in dem beliebten Freizeitpark standen in der Folge des Brandes still. Der Park wird aktuell evakuiert, die rund 25.000 Besucherinnen und Besucher sind dabei, den Park zu verlassen.

Rauch ist über einem Gebäude im Europa-Park zu sehen. Im Europa-Park in Rust ist am Montagnachmittag (19.06.) ein Brand ausgebrochen.
Moritz Panter/dpaNach Brand in Indoor-Attraktion: Park ruhig evakuiert
Ein Besucher des Parks berichtet, dass der Park zügig, ruhig und ohne Panik geräumt worden sei. Mitarbeitende hätten die Menschen gezielt zum Ausgang geschickt, sagte Augenzeuge Moritz Panter der Deutschen Presse-Agentur. „Meiner Meinung nach haben die echt voll gut reagiert.“ Man habe gemerkt, dass die meisten nervös waren, sie hätten aber alles voll im Griff gehabt. Insbesondere der betroffene Bereich sei sehr schnell abgesperrt gewesen.
Manche Besucher hätten nach Ausbruch des Feuers auch erst noch Fotos geschossen, sagte Panter. „Es war richtig krass dicker schwarzer Rauch.“ Flammen habe er selbst keine gesehen, sei aber auch etwas weiter vom eigentlichen Brandort entfernt gewesen.
Mehr als 6 Millionen Besucher – Europa-Park Deutschlands größer Freizeitpark
Der Europa-Park ist Deutschlands größter Freizeitpark. Im vergangenen Jahr waren mehr als sechs Millionen Menschen in die Anlage mit Achterbahnen und anderen Attraktionen im Ortenaukreis nahe der deutsch-französischen Grenze gekommen - das war ein Rekord.
Dabei ist der Brand am Montag (19.06.) nicht der Erste im Europa-Park. Am 26. Mai 2018 hatte es dort schon einmal einen Großbrand gegeben, bei dem die Themenbereiche Skandinavien und Holland größtenteils den Flammen zum Opfer gefallen waren. Zerstört wurden Restaurants, Geschäfte und das Fahrgeschäft „Piraten in Batavia“. Das Feuer war laut Staatsanwaltschaft durch einen technischen Defekt entstanden und hatte Millionenschäden verursacht.
Dabei wurden sieben Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr leicht verletzt. Rund 500 Frauen und Männer waren an dem Einsatz beteiligt. An dem Tag waren rund 25.000 Besucher in dem Freizeitpark. Mehr als zwei Jahre später wurde „Piraten in Batavia“ wiedereröffnet.
Mehr Informationen folgen in Kürze.



