Feldhasen vor dem Osterfest: Langohre hoppeln weiter zahlreich durch BW

Regungslos und ganz flach auf den Boden gedrückt verharrt ein Feldhase (Lepus europaeus) am frühen Morgen in einem Feld.
Patrick Pleul/dpa- Feldhasenbestand in Baden-Württemberg bleibt hoch – der Osterhase kann aufatmen.
- LJV nennt im Herbst 2025 im Schnitt 18 Tiere je km² Offenland, im Frühjahr 18,2.
- Beste drei Ergebnisse seit 2003 fielen auf die vergangenen drei Jahre, teils dank Witterung.
- Bedrohungen bleiben: Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft, Wetterextreme, Füchse.
- Myxomatose seit 2023 nachgewiesen; in BW keine Fälle, regional teils starke Einbrüche.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Baden-Württemberg hält sich der Bestand an Feldhasen weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Landesjagdverbands (LJV) wurden im Herbst 2025 im Schnitt 18 Tiere pro Quadratkilometer Offenland gezählt - zwei weniger als im Rekordjahr zuvor, aber immer noch einer der höchsten Werte seit Beginn der Erhebungen im Jahr 2003.
Auch im Frühjahr war die Population mit 18,2 Hasen pro Quadratkilometer stabil. Die besten drei Ergebnisse seit Beginn der Zählung fielen damit auf die vergangenen drei Jahre.
Dass sich die Tiere so gut gehalten haben, führen Fachleute auch auf günstige Witterungsbedingungen zurück. Dennoch bleibt der Feldhase durch Flächenversiegelung, intensive Landwirtschaft, Wetterextreme und Fressfeinde wie Füchse weiter bedroht. Als ursprüngliches Steppentier ist er auf offene, strukturreiche Landschaften mit Brachen und Blühstreifen angewiesen, die zunehmend verschwinden.
Sorgen wegen Viruserkrankung
Sorgen bereitet den Experten zudem die Ausbreitung der Myxomatose, einer seit 2023 nachgewiesenen Viruserkrankung, die bei Feldhasen tödlich verläuft. Bundesweit zeigen sich zwar bisher keine Folgen für die Gesamtpopulation, doch stark betroffene Bestände in einzelnen Regionen hätten sich bislang kaum erholt. In Baden-Württemberg sind laut Landesjagdverband bislang noch keine Fälle bekannt.
Den größten Hasenbestand im Südwesten verzeichnet die badische Rheinebene, während im Hochrheingebiet und im oberschwäbischen Moorland vergleichsweise wenige Tiere leben.

Feldhasen auf einem Acker.
Boris Roessler/dpa