Explosion in Stuttgart
: Ursache bekannt – Ist die Köllestraße weiterhin gefährdet?

Gut eine Woche nach der Explosion in einem Stuttgarter Wohnhaus ist jetzt der Auslöser bekannt. Ein Kurzschluss soll zu der heftigen Detonation geführt haben.
Von
dpa, yas
Ulm/Stuttgart
Jetzt in der App anhören

Die Ursache für die verheerende Explosion in Stuttgart am 6. März ist bekannt. Ein Kurzschluss in einer Stromleitung soll zu der Katastrophe geführt haben.

Marijan Murat/dpa

Nach gut einer Woche scheint die Ursache der heftigen Explosion in einem Stuttgarter Wohnhaus in der

Köllestraße geklärt: Nach Angaben der Netzbertreiberinnen soll ein Kurzschluss in einem Stromkabel die Explosion verursacht haben. In den Trümmern des Gebäudes war am Montag der vergangenen Woche die Leiche einer 85 Jahre alten Bewohnerin entdeckt worden.

Explosion in Stuttgart: Gasleitung durch Hitze eines Kurzschlusses beschädigt

„Nach derzeitigem Wissensstand hat es rund zwei Stunden vor der Explosion einen Kurzschluss in einem Stromkabel im Gehweg vor dem Gebäude Nr. 31 gegeben“, teilten Netze BW und Stuttgart Netze als Betreiberinnen des Gas- und auch Stromnetzes in Stuttgart am Dienstag mit. Durch die Hitze sei wahrscheinlich eine Gasleitung kurz vor dem Gebäude auf einer Länge von rund zehn Zentimetern zerstört worden. So habe möglicherweise Gas ins Gebäude eindringen können.

Netze BW und Stuttgart Netze gehen von Einzelfall aus

Es werde nun untersucht, wie es zum Kurzschluss gekommen sei, teilten die Betreiberinnen weiter mit. „Derzeit gehen die Fachleute mit Blick auf das Gebäude Nr. 31 von einem Einzelfall aus“, heißt es. Auch soll untersucht werden, ob sich die Gasleitung möglicherweise zu nah an der Stromleitung befunden hat. Denn dies könnte zur Beschädigung des Stromkabels geführt haben. In den nächsten Tagen werden weitere Aufgrabungen in der Köllestraße durchgeführt. Hierbei soll überprüft werden, ob beim Verlegen der Strom- und Gasleitungen die vorgeschriebenen Abstände eingehalten wurden.

Bei der Explosion am frühen Montagmorgen (06.03.2023) waren Teile des Wohnhauses eingestürzt. Eine Familie mit zwei Kindern, die in dem Haus gewohnt hatte, war leicht verletzt worden. Auch die angrenzende Doppelhaushälfte wurde schwer beschädigt und ist nun unbewohnbar.