Er galt als ausgestorben: Fischotter kehrt in den Südwesten zurück

Ein Fischotter schwimmt in seinem Gehege im Wildpark Schorfheide in Brandenburg. Jetzt ist das Tier auch in Baden-Württemberg in freier Wildbahn zu sehen.
Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa- Fischotter kehrt nach über 80 Jahren nach Baden-Württemberg zurück.
- Seit 2017 gibt es vermehrt Sichtungen, vor allem an Tauber, Jagst, Dreisam, Elz und Donau.
- Bislang keine Schäden in Fischereien gemeldet; Elektrozäune als Präventionsmaßnahme empfohlen.
- In Bayern gibt es ähnliche Sichtungen und Diskussionen um den Schutz des Fischotters.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Seit 2017 gehen bei den Behörden neue Nachweise der Tierart ein. Schwerpunkte seien der Nordosten an Tauber und Jagst sowie der Südwesten (Dreisam, Elz und Donau), teilte das Umweltministerium in einer am Dienstag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion mit.
Elektrozäune gegen Fischotter?
Schadensmeldungen durch Fischotter in Fischereien und der Teichwirtschaft habe es aber noch keine gegeben, hieß es weiter. Derzeit züchteten in Baden-Württemberg rund 100 Haupterwerbsbetriebe Forellen und Saiblinge, pro Jahr erzeugten sie rund 2.900 Tonnen Speisefische. Die einzige geeignete Präventionsmaßnahme gegen Fischotter seien Elektrozäune, für die Unternehmen im Regelfall einen Zuschuss von bis zu 25 Prozent bekommen könnten, erläuterte das Ministerium.
Auch in Bayern sind Fischotter in den Gewässern unterwegs. Fischer und Teichwirte sehen ihre Existenz bedroht. Diskussionen drehen sich um die Frage, welche Tiere höheren Schutz genießen: Ist es der Fischotter mehr wert geschützt zu werden als seltene Fischarten und Wasservögel?