Einzelhandel in BW
: Keine Einigung - Tarifgespräche in Baden-Württemberg vertagt

Ohne Einigung sind die Tarifverhandlungen für die 490.000 Beschäftigten im baden-württembergischen Einzelhandel am Donnerstag in Stuttgart zu Ende gegangen.
Von
lsw
Stuttgart
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Die Gewerkschaft Verdi fordert mehr Lohn für Beschäftigte im Einzelhandel in BW.

Christoph Soeder/dpa

Eine Einigung gab es nicht am, Donnerstag, den 13.04.2023. Deshalb werde in zweiter Runde am 17.05.2023 weiterverhandelt, teilten der Handelsverband Baden-Württemberg und die Gewerkschaft Verdi am Abend mit. Die Arbeitgeber hatten ein Angebot vorgelegt, das die Gegenseite als unzureichend zurückwies.

So viel fordert die Gewerkschaft für den Einzelhandel in BW

Die Gewerkschaft fordert unverändert 15 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von einem Jahr. Jetzt sei es Zeit, den Beschäftigten, die seit über einem Jahr der extremen Inflation ausgesetzt seien, kräftige Entgelterhöhungen zukommen zu lassen.

Handelsverbands: Ein Drittel auf zwei Jahre und 1000 Euro als Gegenangebot

Der Handelsverband wies die Verdi-Forderungen zurück. Er verwies auf die allgemeine Wirtschaftslage und speziell die schwierige Lage im Einzelhandel. Die Arbeitgeber boten eine tabellenwirksame Erhöhung von insgesamt fünf Prozent über zwei Jahre an sowie eine steuer- und abgabenfreie Inflationsausgleichsprämie von 1000 Euro, jeweils in zwei Schritten.