Einsatz in Stuttgart: Mann wählt Notruf, dann schießt die Polizei auf ihn

Die Stuttgarter Polizei hat bei einem Einsatz einen Mann angeschossen. (Symbolfoto)
Bernd Weißbrod/dpa- Polizei schoss auf 56-Jährigen in Stuttgart, er wurde am Arm verletzt.
- Mann hatte vorher Polizisten beleidigt und bedroht.
- Er schoss mit Schreckschusswaffe auf Beamte, wurde dann selbst getroffen.
- Polizei Baden-Württemberg setzte in fünf Jahren 48 Mal Schusswaffen gegen Menschen ein.
- Seit 2022 ermittelt grundsätzlich das LKA bei solchen Vorfällen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Polizei hat in Stuttgart einen Mann angeschossen. Zuvor habe der 56-Jährige - mutmaßlich mit einer Schreckschusswaffe - auf die eingesetzten Beamten geschossen, teilten Staatsanwaltschaft Stuttgart und Landeskriminalamt mit. Der Mann sei am Arm getroffen worden und ins Krankenhaus gekommen. Lebensgefahr bestand demnach nicht. Spezialkräfte der Polizei hätten den mutmaßlich verwirrten 56-Jährigen festgenommen.
Der Mann meldete sich nach Angaben der Ermittler selbst am Dienstagvormittag (28.1.2025) per Notruf. Eine Polizeistreife fuhr daraufhin zu seiner Wohnung. Durch die verschlossene Wohnungstür habe er die Beamten beleidigt und bedroht, als diese versuchten, mit ihm zu sprechen.
Der Mann habe dann seine Wohnung verlassen und mit der Schreckschusswaffe auf die Beamten geschossen. Nachdem er von den Polizisten angeschossen wurde, sei er in seine Wohnung zurückgegangen und dort über den Balkon auf ein Vordach geklettert.
Polizei BW setzt in fünf Jahren 48 Mal Schusswaffen ein
Nach Angaben des Innenministeriums Baden-Württemberg hat die Polizei in den vergangenen fünf Jahren 48 Mal Schusswaffen unmittelbar gegen Menschen eingesetzt. 13 der Fälle stammen aus dem Jahr 2024. Drei Menschen starben dabei. Von 2020 bis 2024 waren es zusammen neun Tote.
Seit Anfang 2022 ermittelt in Baden-Württemberg grundsätzlich das LKA bei Fällen des polizeilichen Schusswaffengebrauchs mit verletzten oder getöteten Personen.
