DWD warnt vor Tauwetter in Bayern: Straßen könnten überflutet werden

Durch die Schneeschmelze könnten lokal Straßen überflutet werden.
Matthias Bein/dpaDer Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Teilen Bayerns vor Tauwetter und teils kräftigem Dauerregen. Vor allem in den Mittelgebirgen und im Bayerwald kann die Kombination aus milden Temperaturen, Regen und Schneeschmelze zu hohen Abflussmengen führen. Vereinzelt könnten Straßen und Unterführungen überflutet werden.
Laut DWD ziehen innerhalb einer auflebenden Westströmung wiederholt Frontensysteme über Bayern. Dadurch gelangt feuchte und milde Atlantikluft ins Land. Die Warnlage gilt nach Angaben der Meteorologen ab Mittwochmorgen (11. Februar) und kann sich bis in die Nacht zum Freitag ziehen.
Viel Regen und Schneeschmelze erwartet
Besonders in den Mittelgebirgen rechnen die Wetterexperten mit markanten Niederschlagsmengen. Von Mittwochmorgen bis teilweise in die Nacht zum Freitag sollen gebietsweise 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, im Bayerwald sogar 40 bis 50 Liter.
Auch in Südbayern wird es nass: Im Allgäu erwartet der DWD von der Nacht zum Mittwoch bis zum Freitagvormittag innerhalb von etwas mehr als 48 Stunden Regenmengen zwischen 50 und 60 Litern pro Quadratmeter. Zusätzlich sorgt das Tauwetter in höheren Lagen dafür, dass die Schneedecke deutlich abschmilzt und weitere Wassermengen in Bäche und Flüsse gelangen.
Amtliche Warnungen in vielen Landkreisen
Der DWD hat für mehrere Regionen amtliche Warnungen vor Tauwetter herausgegeben. Betroffen sind unter anderem die Landkreise Kronach, Hof, Kulmbach, Wunsiedel, Bayreuth, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf sowie Cham. In vielen Gebieten gilt die Warnung oberhalb von 600 Metern. Bei positiven Temperaturen und andauerndem Regen könne es oberhalb von 600 Metern zu einem starken Abtauen der Schneedecke kommen. Die Abflussmengen könnten dabei zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter erreichen. Als mögliche Gefahr nennt der Wetterdienst „vereinzelte Überflutungen von Straßen und Unterführungen“. Verkehrsteilnehmer sollten ihr Verhalten entsprechend anpassen und überflutete Abschnitte meiden.
Wetter bleibt mild und nass
Am Mittwoch werden in Bayern Temperaturen zwischen 6 und 12 Grad erwartet. Sonne gibt es kaum, stattdessen wiederholte Regenfälle, die ab dem Nachmittag zunehmend schauerartig ausfallen können. In den Kammlagen bleibt es etwas kühler. In der Nacht zum Donnerstag zieht der Regen zunächst nach Osten ab, später wird es von Westen her erneut nass. Die Tiefstwerte liegen zwischen 7 Grad westlich des Spessarts und örtlich 2 Grad in der Oberpfalz.
Zusätzlich rechnet der DWD mit kräftigem Wind. Vor allem im westlichen Franken sind am Mittwochnachmittag Böen bis 60 km/h möglich, vereinzelt bis 70 km/h. In höheren Lagen des Bayerwalds können oberhalb von 1000 Metern Böen zwischen 60 und 80 km/h auftreten. Im Alpenraum sind sogar schwere Sturmböen möglich: Auf hohen Alpengipfeln rechnet der DWD zeitweise mit Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h.
