Drohnen und Cybersicherheit: Was Innenminister Hagel von Israel lernen will

In Israel soll es für Innenminister Hagel unter anderem um Drohnenabwehr und Cybersicherheit gehen.
Michael Kappeler/dpa- Baden-Württembergs Innenminister Hagel reist mit Delegation nach Israel – Fokus Sicherheit.
- Themen sind Drohnenabwehr und Cybersicherheit, mit Einblicken in Polizeiarbeit in Jerusalem und Tel Aviv.
- Hagel spricht zur Cyber Week in Tel Aviv und trifft führende Köpfe der israelischen Cyberabwehr.
- Gedenken in Yad Vashem und am Nova-Festival-Gelände ist geplant, Besuchstag ist der Jahrestag der Novemberpogrome.
- Im Westjordanland sind Gespräche in Taybeh geplant, mit Blick auf Folgen von Siedlergewalt.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Schutz vor Cyberangriffen, Abwehr von Drohnen und Gedenken an die Opfer des Hamas-Terrors: Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) reist am Samstag mit einer Delegation nach Israel. Bis Mittwoch will sich der stellvertretende Ministerpräsident dort zu Sicherheitsthemen informieren. Geplant ist auch ein Besuch im Westjordanland, bei dem die Folgen von Siedlergewalt im Mittelpunkt stehen sollen.
Nach Angaben von Hagels Ministerium führt die Reise unter anderem nach Jerusalem und Tel Aviv. Auf dem vorläufigen Programm stehen Einblicke in die Polizeiarbeit in Israel. Zudem soll es um Drohnenabwehr gehen. „Sicherheit entsteht heute im Netzwerk. Wer seine Bürger schützen will, braucht starke Partner. Israel ist ein solcher Partner“, sagte Hagel der Deutschen Presse-Agentur. „Unsere Freundschaft trägt, gerade in schweren Zeiten.“
Schutz vor Angriffen aus dem Netz
Schwerpunkt ist die Cybersicherheit: Wie schützt sich Israel vor Cyberangriffen? Innenminister Hagel will sich vor Ort informieren. Er soll bei der Eröffnung der Cyber Week in Tel Aviv sprechen, einer internationalen Cybersicherheitskonferenz. Hagel sagte, er werde dort die „führenden Köpfe der israelischen Cyberabwehr“ treffen.
„Israel zählt weltweit zu den führenden Nationen der Cybersicherheit. Das Land hat gelernt, unter ständigem Druck zu bestehen, digital wie analog“, sagte Hagel. Diese Erfahrung sei Gold wert. „Auch Baden-Württemberg steht im Visier: Cyberangriffe, Sabotage und hybride Bedrohungen treffen Unternehmen, Kommunen und kritische Infrastruktur.“ Man werde dort aus erster Hand erfahren, „wie Israel Angriffe früh erkennt, entschlossen abwehrt und Krisen meistert“.
Gedenken und Gespräche im Westjordanland
Neben Sicherheitsfragen ist auch Raum für Erinnerung vorgesehen. Hagel will in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz niederlegen. Am Montag, dem Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, ist ein Besuch der Gedenkstätte auf dem Gelände des Nova-Musikfestivals geplant. Dort hatten Terroristen beim Überfall auf Israel am 7. Oktober 2023 viele Menschen ermordet.
Zum Abschluss soll Hagel im palästinensischen Taybeh mit Vertretern christlicher Gemeinden sprechen. Vorgesehen ist ein Rundgang zu den Auswirkungen von Siedlergewalt. Für Hagel ist es eine Rückkehr in die Region: Bereits Ostern 2024 war er als CDU-Fraktionschef in Israel und besuchte einen von der Hamas überfallenen Kibbuz.
