Die SWP-Redaktion empfiehlt: Über 50 Jahre in einer Wohnung – und andere Geschichten der Woche

Theresia Niedermeier lebt seit mehr als 50 Jahren in derselben Wohnung am Eselsberg.
Matthias KesslerMenschen verlieben sich, ziehen zusammen, ziehen Kinder groß, erleben Lachen, Freude, Trauer, Tod – und irgendwann blickt man dann zurück. Theresia Niedermeier weiß, wie sich das alles anfühlt, und ihre Perspektive ist eine besondere: Denn die 84-Jährige wohnt seit mehr als 50 Jahren in ein und derselben Wohnung in Ulm. Die Geschichte ihres Lebens und die ihrer Familie ist eng verwoben mit den vier Wänden der Wohnung mit der Nummer eins. Nachbarn zogen ein und aus, neue Techniken kamen und gingen wieder, das Viertel veränderte sich, Ulm ebenso, und doch war da diese Konstante, durch alle Jahrzehnte hindurch. Wie fühlt sich das an? Welche Gedanken hat man im Rückblick? War früher alles besser, oder ist das doch eher heute der Fall? Das sind Fragen, die meine Kollegin Ulrike Schleicher in ihrer einfühlsamen, besonderen Geschichte mit Theresia Niedermeier aufgeschrieben hat.

Eine Reinigungskraft in einem Altenzentrum: Viele Geflüchtete seien bereit, Jobs weit unter ihrer Qualifikation anzunehmen, berichten Arbeitsvermittler.
Frank Rumpenhorst/dpa„Einwanderung in die Sozialsysteme“, „die wollen doch nicht arbeiten“ – wenn es um Flüchtlinge geht, sind Aussagen wie diese schnell bei der Hand. Aber stimmen sie? Meine Kollegin Jacqueline Westermann hat sich in zwei Jobcentern auf Spurensuche begeben, woran es wirklich hakt bei der Vermittlung von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Und siehe da, es zeigt sich: Am Wollen der Menschen liegt es in vielen Fällen nicht, zum Beispiel bei Soha Ghafoori (31) aus dem Iran, die seit vier Jahren auf ihre Chance als Friseurin wartet. Oft macht es Deutschland den Menschen nicht gerade einfach, einen Job zu finden: Bürokratische Hürden, nicht anerkannte Abschlüsse, strenge Vorgaben für Kenntnisse und Sprache. Kann der angekündigte „Jobturbo“ da helfen? Hier lesen Sie, was meine Kollegin in den Jobcentern erfahren hat [als kostenlose Leseprobe für Sie freigeschaltet].

Das „Feindbild“ SUV sei vollkommen zu Unrecht entstanden, sagt die Ulmer Autohändlerin Petra Wieseler.
Volkmar KönnekeFahren Sie auch einen SUV? Oder hegen Sie einen Groll, sobald Sie einen auf der Straße erblicken? Wenn Sie eine der beiden Fragen mit „Ja“ beantworten, ist der letzte Text unserer Empfehlungen etwas für Sie. Denn die beliebteste und gleichzeitig meistgehasste Pkw-Spezies ist wieder in aller Munde. Und im Interview mit meinem Kollegen Jan Beigelbeck sagt Autohändlerin Petra Wieseler sehr deutlich, was sie von der SUV-Kritik hält: nichts. Ein meinungsstarkes Plädoyer für missverstandene Fahrzeuge, das ich Ihnen auf jeden Fall ans Herz lege. Hier geht es zum Interview.
