Demo in Freiburg
: Bis zu 3500 Teilnehmer bei unangemeldeter Demo

Eine „Nachttanzdemo für subkulturelle Freiräume“ war in Freiburg nicht genehmigt worden – trotzdem gingen Tausende auf die Straße.
Von
lsw
Freiburg im Breisgau
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Die Polizei musste zu einer nicht genehmigten Demonstration in Freiburg ausrücken. (Symbolfoto)

Sebastian Willnow/dpa

Bis zu 3500 Menschen haben in der Nacht zum Sonntag (18.06.2023) an einer unangemeldeten Demonstration in Freiburg teilgenommen. Wie die Polizei mitteilte, kam es zu einer Festnahme, nachdem ein Teilnehmer einen Beamten bespuckt hatte. Die Polizei nahm die Personalien zweier Teilnehmer auf, die den Angaben zufolge gegen das Vermummungsverbot verstoßen hatten. Vereinzelt wurde Pyrotechnik abgebrannt. Ansonsten verlief der Demozug friedlich, wie es in der Mitteilung hieß.

Worum ging es den Demonstrangen?

Die Versammlung hatte sich am späten Samstagabend im Bereich der Eschholzstraße in der Freiburger Innenstadt formiert, wie ein Polizeisprecher sagte. Demnach wurde dann mit den Einsatzkräften eine Strecke vereinbart, auf der sich der Demozug durch die Stadt in Bewegung setzte. Nach etwa dreieinhalb Stunden wurde die Versammlung, bei der es sich nach Angaben des Sprechers mutmaßlich um die per Allgemeinverfügung untersagte „Nachttanzdemo für subkulturelle Freiräume“ handelte, von der Polizei beendet.

Demo war nicht genehmigt worden

Wie die Stadt Freiburg auf ihrer Webseite mitteilte, war durch Medien bekannt geworden, dass am Samstag zur Nachttanzdemo auf dem Stühlinger Kirchplatz aufgerufen wurde. Die Versammlung war demnach nicht bei der zuständigen Versammlungsbehörde angemeldet. Um „Straftaten, Ordnungsstörungen sowie Konflikte“ zwischen Teilnehmern einer anderen Veranstaltung auf dem Kirchplatz und der Nachttanzdemo sowie der Polizei zu vermeiden, wurde die Durchführung der Nachttanzdemo bis 23 Uhr per Allgemeinverfügung untersagt, wie es in der Mitteilung hieß.