Das Innenministerium verzeichnete im ersten Quartal 2022 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Anstieg der Fallzahlen bei der Hasskriminalität von 123 auf 144 Fälle, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Meistens geht es dabei um Volksverhetzung, Gewaltdarstellungen und Beleidigungen - aber auch drei Gewaltdelikte wurden erfasst. Die meisten Fälle werden dem politisch rechten Spektrum zugeordnet. 36 Fälle wurden im Internet verübt. Ein Trend für das Gesamtjahr 2022 lasse sich aus den Fallzahlen bislang noch nicht ableiten, hieß es aus dem Ministerium.
„Aus hasserfüllten Worten werden zu oft grausame Taten“, betont Innenminister Thomas Strobl (CDU). Deshalb stelle sich die Landesregierung geschlossen gegen das „zersetzende Gift“ von Hass und Hetze. Unter dem Titel „Klick. Klick. Hass - Das Internet - (K)ein Raum für Hatespeech“ lädt Strobl am Dienstag (14 Uhr) zu einem Fachtag in Stuttgart. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Polizei diskutieren dabei den richtigen Weg im Kampf mit Hass und Hetze. Mit dabei: der Präsident des Landeskriminalamtes, Andreas Stenger, und der Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus, Michael Blume.