Cychlorphin
: Warnung vor neuer Designer-Droge in BW - Mehrere Todesfälle bekannt

Neue Designer-Droge in BW: Unter anderem in Karlsruhe wurde Cychlorphin bereits nachgewiesen. Ärzte warnen von lebensbedrohlichen Überdosierungen.
Von
dpa
Karlsruhe
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In einem Drogenkonsumraum wird vor Cychlorphine gewarnt.

Marijan Murat/dpa
  • Neue Designer-Droge Cychlorphin in Deutschland nachgewiesen, u. a. in Karlsruhe.
  • Awo Karlsruhe fand Cychlorphin in Urinproben und einer sichergestellten Flasche.
  • Aus England wurden mehrere Todesfälle gemeldet; lebensbedrohlich schon in geringen Dosen.
  • Symptome: verlangsamte/aussetzende Atmung, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand.
  • NEWS meldet gelbe Tabletten im Umlauf; Uni Freiburg berichtete Ende September von schwerer Vergiftung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Sucht-Experten und Ärzte warnen vor einer neuen gefährlichen Designer-Droge namens Cychlorphin, die inzwischen auch in Deutschland kursiert. Bundesweit verbreitete sich zuletzt ein Warnhinweis der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Karlsruhe. Dort war Cychlorphin in Urinproben von Patienten der Awo-Ambulanz und in einer sichergestellten Flasche nachgewiesen worden. Es zählt zu den neuen psychoaktiven Stoffen (NPS). „Aus England wurden mehrere Todesfälle aufgrund dieser Substanz gemeldet.“

Bewusstlosigkeit und Atemstillstand

Cychlorphin wirkt in winzigen Mengen und kann auch schon in geringen Dosen lebensbedrohliche Zustände auslösen. Typische Symptome einer Überdosierung sind verlangsamte oder aussetzende Atmung, Bewusstlosigkeit und Atemstillstand, wie es beim Verein Condrobs heißt. 

Laut dem Projekt NEWS (National Early Warning System) des Instituts für Therapieforschung in München sind neben den Nachweisen im Raum Karlsruhe hierzulande gelbe Tabletten im Umlauf, die unter anderem Cychlorphin enthielten. Ende September hatte zudem das Universitätsklinikum Freiburg über einen schweren Vergiftungsfall berichtet, bei dem die Einnahme einer Tablette mit Cychlorphin beinahe tödlich geendet sei.

„Wir müssen wachsam und auf der Hut sein“

Der Ärztliche Leiter der Awo-Ambulanz für Substitution in Karlsruhe, Christoph Stoll, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, seit Mitte Januar berichteten die dortigen Patienten nicht mehr von Cychlorphin-Konsum. 

Der Stoff sei nur ein Beispiel. „Wir müssen damit rechnen, dass immer wieder neue synthetische Opioide entwickelt und vertrieben werden.“ Hintergrund sind laut Stoll die Verknappung von Heroin auf dem Schwarzmarkt und weltweite Vertriebswege. „Wir müssen wachsam und auf der Hut sein.“

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