Bundeswehr in BW: Hagel: Zukunft des Landeskommandos der Bundeswehr ist gesichert

Eine Uniform des Landeskommandos Baden-Württemberg der Bundeswehr. Dort bleibt nach Befürchtungen über einen Abbau nun doch alles beim alten.
Christoph Schmidt/dpa- Landeskommando Baden-Württemberg bleibt in Stuttgart in bisheriger Struktur erhalten.
- Innenminister Manuel Hagel sprach mit Boris Pistorius und Staatssekretär Nils Hilmer.
- Ergebnis: Enge zivil-militärische Zusammenarbeit bleibt bestehen – kurze Wege sind wichtig.
- Polizei und Feuerwehr begrüßen das: Gewachsene Strukturen sollen unverändert bleiben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg in Stuttgart ist offenbar gesichert. Das Bundesministerium der Verteidigung bestätigte jetzt in Gesprächen mit Innenminister Manuel Hagel (CDU), dass das Landeskommando in Baden-Württemberg erhalten bleibe – und zwar in seiner bisherigen Struktur. Hagel hatte vor zwei Wochen in einem Brief an Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) seine Sorgen angesichts von Planungen im Bundesverteidigungsministerium geäußert. Das Landeskommando ist für die zivil-militärische Zusammenarbeit bei Krisen, Katastrophen und im Spannungs- und Verteidigungsfall zuständig.
„Die jüngsten Überlegungen, das Landeskommando Baden-Württemberg drastisch abzuspecken, haben mich beschäftigt. Die geopolitische Tektonik hat sich ganz grundlegend verschoben; wir müssen uns so konkret wie seit Jahren nicht mehr auf den Ernstfall vorbereiten. Dafür brauchen wir kurze Wege. In einer Krise greift ein Rädchen nur dann ins andere, wenn man das im Alltag aufgebaut hat, wenn man sich kennt und sich vertraut“, so Hagel gegenüber unserer Redaktion. Deshalb habe er bei der jüngsten Innenministerkonferenz und auch in diesen Tagen Gespräche sowohl mit Bundesverteidigungsminister Pistorius und dessen Staatssekretär Nils Hilmer geführt, teilte Hagel weiter mit.
Enge zivil-militärische Zusammenarbeit gesichert
Ergebnis des Dialogs sei, dass das Landeskommando in seiner jetzigen Form und die enge zivil-militärische Zusammenarbeit erhalten bleibe. Der Innenminister betonte: „Seit vielen Jahren ist uns hierbei die Bundeswehr und ganz konkret das Landeskommando ein sehr verlässlicher Partner, wenn es um zivil-militärische Fragen jedweder Art geht.“ Staatssekretär Nils Hilmer ergänzte, das Landeskommando bleibe zentraler militärischer Ansprechpartner.
In den vergangenen Tagen hatten auch andere Mitglieder der sogenannten Blaulichtfamilie ihre Sorgen über die Zukunft des Kommandos in Stuttgart geäußert. „Angesichts der angespannten geopolitischen Lage ist die Zusammenarbeit zwischen dem Landeskommando und Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten zuletzt enger zusammengewachsen. An diesen gewachsenen Strukturen sollte man nicht rütteln“, sagt Gundram Lottmann, der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Auch bei den Feuerwehren gab es Reaktionen: „Gerade in den aktuellen sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen müssen wir alles daransetzen, die zivil-militärische Zusammenarbeit zu stärken – nicht zu schwächen", betonte Michael Wegel, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes.
