Bombenbedrohungen in Deutschland: Behörden sehen noch keine einheitliche Linie

Bayern, Bayreuth: Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) stehen auf dem Parkplatz vor der Alexander-von-Humboldt-Realschule. Die Schule wurde nach einer Bombendrohung geräumt.
Pia Bayer/dpaDie Hintergründe der zunehmenden Bombendrohungen in Deutschland werden noch ermittelt. Das Bundesinnenministerium ist sich der genauen Motive nicht sicher. Es gibt die Möglichkeit, dass extremistische Gruppen involviert sind, aber es könnte auch Trittbrettfahrer geben, die sich als Hamas ausgeben, um ihren Drohungen mehr Gewicht zu verleihen, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin.
Bombendrohungen erst in Frankreich, dann in Deutschland
Sie wies darauf hin, dass es nach dem Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel zuerst in Frankreich solche Vorfälle gegeben habe. Später erreichten die Bombendrohungen auch Deutschland, wobei ein Bezug zum aktuellen Nahost–Konflikt hergestellt worden sei. In dieser Woche haben sich die Bombendrohungen deutlich vermehrt, aber es besteht noch keine einheitliche Erklärung für diese Zunahme.
Schulen im Fokus der Bedrohung
In den letzten Tagen wurden in ganz Deutschland vermehrt Bombendrohungen bekannt, insbesondere Schulen stehen im Fokus. Die Ermittlungen werden von den Bundesländern durchgeführt, die Informationen miteinander teilen. Das Bundeskriminalamt hat eine Informationsstelle eingerichtet, um Daten zum Nahost–Konflikt und zu Bombendrohungen zu sammeln.
(mit Material von dpa)