Bluttat in Bad Friedrichshall: Mutmaßlicher Todesschütze in U-Haft

Spezialeinsatzkräfte kurz nach der Festnahme des Verdächtigen.
Jason Tschepljakow/onw-images/dpa- Ein Mann schoss in Bad Friedrichshall auf drei Kollegen, tötete zwei, verletzte einen schwer.
- Der 52-jährige Verdächtige wurde nach stundenlanger Flucht in Seckach gefasst.
- Die Tat ereignete sich in einer Maschinenbaufirma; Motiv noch unklar.
- Ermittelnde Behörden geben Details zu Schüssen und Zeugenaussagen.
- Bürgermeister Timo Frey zeigt sich erschüttert, Opfer werden betreut.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der mutmaßliche Todesschütze von Bad Friedrichshall ist in Untersuchungshaft. Dies teilte die Polizei auf Anfrage mit. Dem 52-jährigen Deutschen wird zweifacher Mord und versuchter Mord vorgeworfen. Er soll am späten Dienstagnachmittag in einer Maschinenbaufirma in Bad Friedrichshall bei Heilbronn zwei Kollegen erschossen und einen dritten Mann lebensgefährlich verletzt zu haben. Der mutmaßliche Schütze wurde noch am Dienstagabend festgenommen.
Der Mann besaß demnach legal eine Waffe. Wie ein Sprecher der Polizei bestätigte, war der mutmaßliche Täter, ein 52-jähriger Deutscher, Mitglied eines Schützenvereins. Zuvor hatte die „Heilbronner Stimme“ darüber berichtet.
Ein schwer gepanzertes Fahrzeug rollt am späten Dienstagabend aus einer kleinen Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis im Norden Baden-Württembergs. Der „Survivor“ der Polizei war Minuten zuvor noch im Einsatz, als Spezialeinsatzkräfte im beschaulichen Ort Seckach den Mann festnahmen, der wenige Stunden zuvor in einer Firma im rund 30 Autominuten entfernten Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) zwei Männer erschossen haben soll. Außerdem soll er einen weiteren Mann so schwer verletzt haben, dass er in Lebensgefahr schwebt. Der Zustand des 52 Jahre alten Opfers sei nach wie vor ernst, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwochvormittag.
Noch in der Nacht hatten die Ermittler mitgeteilt: Der ebenfalls 52 Jahre alte Verdächtige war Mitarbeiter in der Firma. Die Opfer womöglich seine Kollegen.
Was genau den Deutschen zu der Tat bewegte, ist vollkommen unklar. Fest steht nur: Kurz nachdem mehrere Schüsse in dem Familienunternehmen in Bad Friedrichshall gefallen waren, flüchtete der maskierte Täter. Die Ermittler rückten mit einem Großaufgebot aus und fahndeten unter anderem mit einem Hubschrauber und Spezialeinsatzkräften in der Region nach dem Mann. Über Stunden hielten sich die Beamten zu dem Fall weitgehend bedeckt. Sie beteuerten lediglich: Für die Bevölkerung habe nach der Tat keine Gefahr bestanden.

Spezialeinsatzkräfte sind an dem Haus im Einsatz, in dem kurz zuvor der Verdächtige gefasst wurde.
Jason Tschepljakow/onw-images/dpaMordkommission im Einsatz
Während nach dem Flüchtigen gesucht wurde, machten sich Beamte der Mordkommission und der Spurensicherung in der Maschinenbaufirma an die Arbeit: Wie viele Schüsse wurden abgegeben? Wer beobachtete den Täter mit der Maske? Bis in die späte Nacht hinein waren die Ermittler im Einsatz.
Fest steht: Die Firma, die sich auch auf die Konstruktion von Zahnrädern spezialisiert hat, hatte der Verdächtige am Dienstag gegen 17.45 Uhr betreten und dann das Feuer eröffnet. Wie die Polizei weiter mitteilte, waren zu dem Zeitpunkt mehrere Mitarbeiter vor Ort. Sie seien später aus dem Gebäude gebracht und von der Polizei befragt worden, sagte eine Sprecherin. Von dem betroffenen Unternehmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Ein schwergepanzertes Spezialfahrzeug der Polizei verlässt Seckach.
Jason Tschepljakow/onw-images/dpaBürgermeister: Firma größerer Arbeitgeber in der Region
Die betroffene Firma ist in Familienbesitz und nach eigenen Angaben Teil eines Herstellers von Lager- und Organisations-Systemen. In dem Unternehmen werden seit mehr als fünf Jahrzehnten auch Präzisions-Zahnräder hergestellt.
Bad Friedrichshalls Bürgermeister Timo Frey (CDU) erreichte die Nachricht im Rathaus. Am Tatort zeigte er sich erschüttert. Die Tat lasse ihn sprachlos und fassungslos zurück, sagt er. Es sei ein schockierendes Geschehen. Die Angehörigen der Opfer, die allesamt Mitarbeiter der Firma seien, würden nun betreut. „Es ist eine Tragödie, die sich hier abgespielt hat“, sagt Frey. Bad Friedrichshall hat rund 20.000 Einwohner.