Blutiger Streit in Stuttgart
: Prozess nach Messer-Attacke bei EM-Public Viewing

Kurz vor Abpfiff einer Fußball-EM-Partie der Türkei kommt es beim Stuttgarter Public Viewing zu einem blutigen Streit. Mit einem Messer verletzt ein Mann mehrere Fans. Nun steht er vor Gericht.
Von
dpa
Stuttgart
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Euro2024-Public-Viewing Stuttgart: ARCHIV - 05.06.2024, Baden-Württemberg, Stuttgart: Die Jubiläumssäule ist beim Aufbau des Public Viewing für die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland auf dem Stuttgarter Schlossplatz neben einem Logo zu sehen. (zu dpa: «Innenminister Strobl nach Fußball-EM erleichtert») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach einem EM-Public-Viewing auf dem Stuttgarter Schlossplatz kam es zu einem bluten Streit.

Marijan Murat/dpa
  • Messer-Angriff bei EM-Public Viewing in Stuttgart durch 25-jährigen Syrer.
  • Tat ereignete sich während des letzten Gruppenspiels der Türkei.
  • Angreifer zielte auf Fans mit türkischen Trikots oder Schals.
  • Mehrere Verletzte, aber keine Todesopfer; Polizei griff ein.
  • Prozess wegen versuchten Mordes läuft, Urteil frühestens im Februar.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach einem blutigen Streit während eines EM-Public Viewings auf dem Stuttgarter Schlossplatz steht ein mutmaßlicher Messer-Angreifer wegen sechsfachen versuchten Mordes am Donnerstag 19.12.2024)  vor Gericht. Der 25-Jährige soll während des letzten Gruppenspiels der türkischen Mannschaft bei der Fußball-Europameisterschaft Ende Juni mitten in der Menschenmenge ein Messer gezogen und um sich gestochen haben.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft versuchte der Syrer, sechs Fans, die er wegen der Trikots oder Schals als Anhänger des türkischen Teams ansah, durch Messerstiche zu töten. Er habe sie aus Hass auf Menschen mit türkischer Staatsangehörigkeit gezielt angegriffen, hatte die Justizbehörde bei der Anklageerhebung erklärt. Die Angegriffenen waren allerdings nur teilweise türkische Staatsangehörige.

Mehrere Personen verletzt

Es wurde niemand getötet, aber mehrere Menschen erlitten Verletzungen. Fußballfans und Polizeibeamte konnten den Mann schließlich entwaffnen. Daraufhin kam es zu Tumulten, eine Massenpanik wurde aber verhindert. Für kurze Zeit wurde der Schlossplatz abgesperrt.

Das Schwurgericht will nach dem Auftakt noch mindestens ein halbes Dutzend Mal zusammenkommen, bevor es frühestens Anfang Februar ein Urteil verkündet.