Betrugsversuch in Heiningen
: Klüger als die Betrüger – Seniorin fällt nicht auf Masche herein

Unbekannte versuchen, eine ältere Frau aus Heiningen am Dienstag (21.4.2026) um ihr Erspartes zu bringen. Doch diese erkennt die Masche sofort.
Von
SWP
Heiningen
Jetzt in der App anhören
Skrupelloser Trickbetrug in Hamburg: ILLUSTRATION - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Von Trickbetrügern um sauer Erspartes gebracht worden? In der Steuererklärung haben solche Verluste in der Regel nichts verloren. (zu dpa: «80-Jährige wird Opfer von Trickbetrug - Schmuck weg») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Vor allem alte Menschen sollen über Betrugsanrufe um ihr Geld gebracht werden. In Heiningen hat eine Seniorin einen solchen Betrugsversuch sofort erkannt (Symbolbild).

Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn/dpa
  • Betrugsanruf in Heiningen: Eine Seniorin durchschaute die Enkeltrick-Masche sofort.
  • Die Anruferin forderte rund 50.000 Euro Kaution, angeblich wegen eines Unfalls der Enkelin.
  • Die Frau legte auf und zeigte den Vorfall bei der Polizei Göppingen an – Ermittlungen laufen.
  • Polizei rät: Nicht unter Druck setzen lassen, keine Daten nennen, 110 nach Auflegen wählen.
  • Weitere Tipps: Keine Geldübergaben an Unbekannte und Telefonbucheinträge prüfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vorbildlich verhielt sich eine Seniorin aus Heiningen am Dienstag, als Betrüger sie am Telefon um ihr Geld bringen wollten.

Wie die Polizei mitteilt, erhielt die Frau am Nachmittag einen Anruf von einer Betrügerin. Die Unbekannte gab mit einer geläufigen Masche vor, die Enkeltochter hätte einen schweren Unfall gehabt. Um eine Untersuchungshaft zu verhindern, müsste die Angerufene eine Kaution in Höhe von rund 50.000 Euro bezahlen.

Seniorin fällt nicht auf Masche herein

Die Seniorin erkannte sofort die Betrugsabsicht und ignorierte die Anruferin. Dadurch kam es auch nicht zu der üblichen Geldzahlung. Sofort erstattete die Frau bei der Polizei Göppingen eine Anzeige. Die nahm die Ermittlungen auf.

In vielen Fällen durchschauen die Angerufenen die Betrugsmaschen und die Betrüger gehen leer aus. Leider fallen aber auch immer wieder Menschen auf Betrüger herein und werden um ihr Vermögen gebracht. Die Polizeiliche Kriminalprävention klärt darüber auf, wie sich jeder vor Betrug schützen kann. Sie gibt folgende grundsätzliche Verhaltenstipps:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen.
  • Legen Sie den Hörer auf. Wer sich nicht in ein Gespräch verwickeln lässt, kann dabei auch nicht irregeführt werden.
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach Geld oder persönlichen Daten.
  • Legen Sie unbedingt zuerst auf! Wählen Sie erst dann selbst die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Die Betrüger suchen in Telefonverzeichnissen vor allem nach Vornamen, die auf ältere Personen hindeuten. Wer sein Risiko solcher Anrufe verringern will, der sollte sich aus den öffentlichen Verzeichnissen streichen lassen oder veranlassen, dass der Vorname nur abgekürzt genannt wird.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte.
  • Geben Sie bitte diese Tipps in Ihrem Familien- und Freundeskreis weiter.

Um weiter für das Thema Telefontrickbetrug zu sensibilisieren, hat die Polizei gemeinsam mit der Landesprävention eine zehnteilige Clipreihe produziert, in der die Polizei sukzessive die verschiedenen Maschen erläutert.