Bahnhof evakuiert
: Weltkriegsbombe legt kurzzeitig Bahnverkehr in Aulendorf lahm

Große Aufregung in Aulendorf. Bei Bauarbeiten am Bahnhof wurde eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Bahnverkehr wurde eingestellt – aber nur kurze Zeit.
Von
Kerstin Auernhammer
Aulendorf
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Entschärfung einer 500-Kilo-Weltkriegs-Bombe in Koblenz: 08.04.2026, Rheinland-Pfalz, Koblenz: Nach der Entschärfung der 500-Kilo-Weltkriegsbombe auf der Mosel bei Koblenz-Lay liegt die Fliegerbombe  auf einer Verladerampe des Kampfmittelräumdienstes (KMRD) Rheinland-Pfalz. Foto: Sascha Ditscher/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg werden auch 80 Jahre später noch in Deutschland entdeckt. So wie am Mittwoch ‚(29.04.2026) in Aulendorf. (Symbolfoto)

Sascha Ditscher/dpa
  • Bauarbeiten am Bahnhof Aulendorf: Fund einer Weltkriegsbombe neben den Gleisen.
  • Bundespolizei stoppte kurzzeitig den Zugverkehr – der Bahnhof wurde evakuiert.
  • Nach Klärung der Lage gab es Entwarnung, der Betrieb lief wenig später weiter.
  • Fundort laut Polizei: bei Baggerarbeiten, Sprengkörper war ein Blindgänger.
  • Am Bahnhof wird bis Ende Mai gebaut – weiterer Fund ist nicht ausgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Über 80 Jahre ist der Zweite Weltkrieg her. Noch immer sorgen Bomben von damals für Aufregung. Denn wann immer Blindgänger gefunden werden, herrscht Alarm.

Kein Wunder, denn die Fliegerbomben hatten teils Hunderte Kilo Sprengstoff geladen. Und nur weil sie beim Aufschlag nicht gleich detoniert sind, heißt das nicht, dass sie gar nicht explodieren. Jede Erschütterung könnte den Zünder doch noch aktivieren.

Die Alliierten hatten bei ihren Bombenangriffen häufig wichtige Infrastruktur von Nazi-Deutschland im Blick: Fabriken, Militäreinrichtungen – und Bahnhöfe. Und so ist es kein Wunder, dass bei Bauarbeiten an deutschen Bahnhöfen immer wieder Sprengkörper gefunden wurden.

Bagger buddelt Bombe aus

So auch am Mittwoch (29.04.2026) in Aulendorf. Dort wird gerade im Bereich des Bahnhofs gebaut – und dabei wurde nun also das Überbleibsel entdeckt - „neben den Bahngleisen, bei Baggerarbeiten“, teilt das Polizeipräsidium Ravensburg mit.

Was dann kam, ist für Außenstehende etwas angsteinflößend, für Baufirmen und Behörden aber fast schon Alltag: „Der Zugverkehr wurde durch die Bundespolizei kurzzeitig eingestellt, der Bahnhof vorübergehend evakuiert“, so ein Polizeisprecher.

Allerdings dauerte der Spuk nicht lange: Nachdem feststand, dass keine Gefahr bestand, konnte es auch schon wieder weitergehen. Übrigens: Am Aulendorfer Bahnhof wird bis Ende Mai gebaut. Gut möglich, dass noch ein Blindgänger ausgebuddelt wird.