Fahrgäste müssen sich am Donnerstag (4.05.2023) wohl wieder auf Verspätungen und Ausfälle im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Beschäftigte der Südwestdeutschen Landesverkehrs-GmbH (SWEG) sind in Baden-Württemberg dazu aufgerufen, den ganzen Tag die Arbeit niederzulegen, wie der Verdi Landesbezirk am Mittwoch mitteilte. Nach der zweiten, laut Gewerkschaft ergebnislosen Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag ist der Verdi-Warnstreik in Teilen des öffentlichen Nahverkehrs am Donnerstag erneut angelaufen. Die ersten Beschäftigten hätten zwischen 3.30 und 4.30 Uhr angefangen, ihre Arbeit niederzulegen, sagte ein Gewerkschaftssprecher am frühen Mittwochmorgen. Es sei mit einer hohen Streikbeteiligung zu rechnen. Auch in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern soll es Aktionen geben.

Warnstreik bei der SWEG: Zugausfälle in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg kann es zu Beeinträchtigungen im Busverkehr in den Gebieten Kraichgau Wiesloch, Hohenlohe, Main/Tauber, Mittelbaden, Markgräflerland, Weil am Rhein, Landkreise Zollernalb, Sigmaringen, Reutlingen, Biberach und Tübingen kommen. Zudem ist laut Verdi der Bahnverkehr der Netze Ortenau, Ulmer Stern, Zollernbahn und Schwarzwälder Ring betroffen.
Verdi und der Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen verhandeln aktuell über mehr Geld für bundesweit rund 5000 Beschäftigte. Bei den ersten Warnstreiks dieser Tarifrunde am vergangenen Mittwoch hatten sich bundesweit mehr als 2000 Beschäftigte beteiligt, 800 davon in Baden-Württemberg. Mit einer ähnlichen Beteiligung rechnet Verdi auch diesen Donnerstag.