Baden-Württemberg: Wasser- und Abwassergebühren im Südwesten deutlich gestiegen

Die Wasser- und Abwassergebühren in Baden-Württemberg sind zu Beginn des Jahres 2026 deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflationsrate (Symbolfoto).
© Hyrma – stock.adobe.com/peter-facebook – PixabayDie Wasser- und Abwassergebühren in Baden-Württemberg sind zu Beginn des Jahres 2026 deutlich stärker gestiegen als die allgemeine Inflationsrate. Wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte, verteuerte sich die verbrauchsbezogene Wassergebühr im Vergleich zum Vorjahr im Landesdurchschnitt um 5,5 Prozent auf 2,87 Euro pro Kubikmeter. Die Grundgebühr für die Wasserversorgung kletterte um 10,2 Prozent auf durchschnittlich etwa 76 Euro im Jahr, während die Schmutzwassergebühr um 6,4 Prozent auf 2,51 Euro pro Kubikmeter anstieg. Die Verbraucherpreise insgesamt erhöhten sich im selben Zeitraum lediglich um 2,1 Prozent.
Zwischen den einzelnen Kommunen im Land zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede. Die Spanne bei der Wassergebühr reicht von 0,64 Euro bis zu 6,28 Euro pro Kubikmeter. Grund für die regional abweichenden Preise sind neben Topografie und Netzsanierungen vor allem die Gemeindegrößen: In kleineren Orten mit unter 5.000 Einwohnern liegt die Schmutzwassergebühr im Schnitt bei 3,18 Euro pro Kubikmeter, da sich die hohen Investitions- und Betriebskosten für Kanalisation und Kläranlagen auf weniger Schultern verteilen. Während in knapp der Hälfte der Gemeinden die Gebühren stiegen, blieben sie in fast ebenso vielen Kommunen unverändert oder sanken leicht.