Attacke in Magdeburg: Wie sicher sind die Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg?

Nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg spricht Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl über die Sicherheitslage.
Marius Bulling/dpa- Nach dem Anschlag in Magdeburg verstärken Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg Sicherheitsmaßnahmen.
- Innenminister Thomas Strobl sieht keine erhöhte Gefahr; Sicherheitskonzepte seien stark.
- Mehr Polizeipräsenz und Schutzbarrieren in Städten wie Stuttgart und Ulm.
- Bayern erhöht ebenfalls Polizeipräsenz, um Weihnachtsmärkte sicherer zu machen.
- Keine Hinweise auf eine Verbindung der Tat zu Baden-Württemberg.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr Schutzbarrieren in Ulm, weitere Feuerwehrfahrzeuge in Friedrichshafen, verstärkte Polizeipräsenz unter anderem in Stuttgart, Esslingen und Pforzheim: Auf einigen Weihnachtsmärkten im Südwesten werden die Sicherheitsmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Anschlag in Magdeburg aufgestockt. In anderen Städten sieht man sich mit den bisherigen Vorkehrungen ausreichend geschützt.
Auch aus Sicht von Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) sind die Sicherheitskonzepte sehr stark und engmaschig: „Ich habe mich schon vor einigen Wochen persönlich hier in Stuttgart davon überzeugt, dass die Maßnahmen greifen, dass beispielsweise die Poller hochgefahren sind, die Antiterrorsperren im Einsatz sind“, sagte Strobl bei einem Besuch des Stuttgarter Weihnachtsmarkts einen Tag nach der Tat in Magdeburg. Auf dem Weihnachtsmarkt in Sachsen-Anhalt raste am Freitagabend ein Autofahrer in die Menschenmenge und tötete vier Erwachsene und ein neunjähriges Kind, zudem wurden 200 Besuchende verletzt, einige von ihnen schwer.

Auch auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt wurde die Polizeipräsenz verstärkt.
Marius Bulling/dpaBW-Innenminister Strobl: Weihnachtsmärkte als „Ort der Freude“
„Wir tun alles dafür, dass wir sichere und friedliche Weihnachtsmärkte in Baden-Württemberg haben“, versicherte Strobl. „Wir haben die Polizeipräsenz vor Ort hochgefahren, dezent“, sagte der Innenminister über den Stuttgarter Weihnachtsmarkt. Es gebe Interventionskräfte im Hintergrund, „die innerhalb von Sekunden, von wenigen Minuten vor Ort eingreifen können.“ Die Weihnachtsmärkte könnten „als ein Ort der Familie, als ein Ort der Freude, als ein Ort der Gemeinsamkeit“ guten Gewissens und mit einer gewissen Wachsamkeit besucht werden.
Konkrete Hinweise auf eine Gefährdungslage gebe es nicht, sagte Strobl. „Wir haben eine abstrakt hohe Gefährdung. Insbesondere nach derzeitigem Erkenntnisstand gibt es keine Bezüge der Tat von Magdeburg nach Baden-Württemberg. Weder das Landeskriminalamt noch mein Verfassungsschutz haben eigene Erkenntnisse über eine politisch motivierte islamistische Tat.
Strobl hatte am Samstagvormittag unter anderem zwei Einsatzzüge der Polizei mit insgesamt knapp 80 Kolleginnen und Kollegen nach Magdeburg entsandt. Weihnachtsmärkte im Südwesten bleiben laut dem Innenministerium geöffnet.
Nach Todesfahrt in Magdeburg „massive Polizeipräsenz“ in Bayern
Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für die letzten Tage der Weihnachtsmärkte im Freistaat nach der tödlichen Attacke in Magdeburg eine „massive Präsenz“ von Polizei angekündigt. Die Freude, die Märkte zu besuchen, solle dadurch aber nicht beeinträchtigt werden. „Unser Ziel ist es, unseren Christkindlesmarkt, unsere Märkte, die wir in Bayern haben, noch sicherer zu machen“, sagte Söder bei einem Besuch des weltweit berühmten Nürnberger Christkindlesmarktes, einem der größten und bekanntesten Weihnachtsmärkte des Landes.

