Anzeige kassiert
: Kind raucht E-Zigarette – Mutter bittet die Polizei um Hilfe

Die 24-Jährige gesteht sofort, dass ihr Sohn süchtig ist. Das bewahrt sie aber nicht vor einer Anzeige. Die Polizei informiert auch das Jugendamt.
Von
Daniel Wydra
Biberach
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Nicht unbedingt gesünder, stinkt aber weniger: E-Zigarette mit Tabakstick befüllt. Steuerrechtlich fallen Tabaksticks nun unter „erhitzten Tabak“.

13.11.2018, Hamburg: Ein Mann hält eine e-Zigarette des Typs iqos der Firma Philip Morris in einem Tabakgeschäft in der Hand. Der Wettbewerb im Markt für elektronische Zigaretten wird schärfer. Am Mittwoch (14.11.2018) will der Deutschland-Chef von Philip Morris in Hamburg vorstellen, welche Ziele der Anbieter hierzulande verfolgt. Foto: Axel Heimken/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Eine E-Zigarette wird mit einem Tabakstick befüllt.

Axel Heimken/dpa
  • Eine Mutter bittet die Polizei um Hilfe wegen der Nikotinsucht ihres fünfjährigen Sohnes.
  • Der Junge wurde mit einer E-Zigarette gesehen und die Mutter gestand seine Sucht.
  • Die Polizei leitete die Informationen an das Jugendamt weiter.
  • Die Mutter erhielt eine Anzeige trotz ihres Schuldeingeständnisses.
  • Das Ereignis fand in Biberach am 31.3. statt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Viele Raucherinnen und Raucher sind in den vergangenen Jahren von der klassischen Wegwerf-Kippe auf die E-Zigarette umgestiegen. Und es gibt weiterhin solche, die verbotenerweise schon als Jugendliche anfangen zu qualmen. Dass aber ein Fünfjähriger schon nikotinsüchtig ist, dürfte äußerst selten vorkommen. In Biberach ist es trotzdem passiert.

Wie die Polizei mitteilt, meldete sich am Montag (31.3.) gegen 12:30 Uhr ein Zeuge. Er hatte gesehen, dass eine Frau mit einem Kind zu Fuß auf der Waldseer Straße unterwegs war. Das Kind hatte währenddessen mehrfach an einer E-Zigarette gezogen.

Fünfjähriger ist schon süchtig

Polizisten mussten nur ein paar Meter von ihrem Revier weggehen, um die beiden anzuhalten. Die 24-Jährige gab sich als Mutter ihres fünfjährigen Sohnes zu erkennen. Er hatte tatsächlich eine E-Zigarette in der Hosentasche. Die Mutter gab zu, dass er kurz zuvor mehrfach daran gezogen hatte – und dass er schon süchtig ist. Sie bat die Polizei um Hilfe, damit er die Sucht loswird. Die Beamten hätten deswegen ein „klärendes Gespräch“ mit ihr geführt. Was genau besprochen wurde, teilte die Polizei nicht mit.

Ihr Schuldeingeständnis bewahrte die 24-Jährige nicht vor einer Anzeige. Außerdem informierte die Polizei das Jugendamt.