Bundesweiter Aktionstag: 16.000 demonstrieren in Stuttgart gegen Sozialkürzungen

Etwa 16.000 Menschen haben nach Angabend der Veranstalter in Stuttgart gegen die Kürzung von Sozialleistungen demonstriert.
Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart- Bundesweiter DGB-Aktionstag: In Stuttgart protestierten 16.000 gegen Sozialkürzungen.
- DGB meldete am Nachmittag 175.000 Teilnehmende bei Kundgebungen in mehreren Städten.
- Ziel war ein Signal für Sozialstaat, sichere Jobs, gute Bedingungen und Arbeitnehmerrechte.
- Motto lautete „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
- Reden in Essen und Stuttgart kritisierten längere Arbeitszeiten und verteidigten die Rente nach 45 Jahren.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in der Stuttgarter Innenstadt gegen die geplanten Kürzungen von Sozialleistungen protestiert. Die Demonstration war Teil eines bundesweiten Aktionstags, zu dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften aufgerufen hatten. In der Landeshauptstadt nahmen nach Angaben der Veranstalter 16.000 Menschen teil, deutschlandweit spricht der DGB am Nachmittag sogar von 175.000 Teilnehmenden, die sich an den Protesten beteiligten.
Gewerkschaften wollen Zeichen für starken Sozialstaat senden
Von den Demonstrationen und Kundgebungen sollte laut DGB „ein deutliches Zeichen für einen starken Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze, gute Arbeitsbedingungen und den Schutz von Arbeitnehmerrechten“ ausgehen.
Weitere Veranstaltungen fanden unter anderem in Bremen, Hamburg, Leipzig, Essen, Magdeburg und Nürnberg statt. Die Aktion stand unter dem Motto: „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
DGB-Chefin Yasmin Fahimi hielt bei der Kundgebung in Essen eine Rede. Darin kritisierte sie laut DGB unter anderem Forderungen nach längeren Arbeitszeiten und einer Aufweichung des Acht-Stunden-Tages. „Wir lassen uns nicht einfach nehmen, was wir in vielen Jahren an sozialen Standards aufgebaut haben“, sagte sie demnach. „Das alles ist hart verdient.“
Die DGB-Vorsitzende verteidigte den Angaben zufolge außerdem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Menschen, die so lange Beiträge gezahlt hätten, müssten ohne Abschläge in Rente gehen können.
Der baden-württembergische Landesvorsitzende des DGB Kai Burmeister sprach in Stuttgart: „Wir Beschäftigten verweigern die Annahme dieses Sparpakets und schicken es nach Berlin zurück.“ Stattdessen müssten gerechte Reformen Burmeister zufolge Wachstum, sichere Arbeitsplätze und soziale Gerechtigkeit zusammen fördern. Zudem sprachen bei der Kundgebung zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, etwa die Bezirksleiterin der IG Metall Baden-Württemberg Barbara Resch und der Regionalleiter der IG BAU Baden-Württemberg Andreas Harnack.
Die Linke beteiligte sich an der bundesweiten Aktion und wollte diese Parteiangaben zufolge „mit eigenen Blöcken, Zubringer-Demonstrationen und Redebeiträgen“ unterstützen. „Wir stellen uns gegen jede Kürzung bei Gesundheit, Lohn und Rente, gegen die explodierenden Preise“, erklärte vorab Linken-Chefin Ines Schwerdtner. „Wir wollen die Merz-Agenda stoppen.“
Arbeitgeber fordern, dass die Reformen zügig umgesetzt werden
Anlässlich des bundesweiten DGB-Aktionstags fordert Thomas Bürkle, Präsident der Unternehmer Baden-Württemberg (UBW), die notwendigen Reformen in Deutschland jetzt konsequent und zügig umzusetzen. „Die Gewerkschaften haben die Zeichen der Zeit leider immer noch nicht erkannt“, sagte Bürkle am Samstag in Stuttgart.
„Bedauerlicherweise akzeptieren die Arbeitnehmervertreter die Realität nicht und verweigern sich konsequent den notwendigen Veränderungen in unserem Land “, so der UBW-Präsident weiter. „Die dringend erforderlichen Reformen – insbesondere bei den Themen Rente, Steuern und Arbeitsmarkt – müssen nun schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Daran führt kein Weg vorbei“, appellierte Bürkle. Die Zukunft des Standorts Deutschland stehe auf dem Spiel.






