Aktion fürs Klima
: DAV schenkt Mitgliedern kostenlose Hütten-Übernachtungen

Der Deutsche Alpenverein (DAV) bietet Mitgliedern auch 2026 wieder kostenlose Übernachtungen auf rund 70 Hütten. Voraussetzung ist eine klimafreundliche Anreise. So funktioniert die Aktion „Freie Nacht fürs Klima“.
Von
Kerstin Auernhammer
München
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Göppinger Hütte der Alpenvereins-Sektion Hohenstaufen auf dem Gamsboden hoch über Lech am Arlberg.

Die Göppinger Hütte der Alpenvereins-Sektion Hohenstaufen auf dem Gamsboden hoch über Lech am Arlber ist bei der Klimaaktion des DAV dabei.

Harald Betz
  • Der DAV bietet Mitgliedern „Freie Nacht fürs Klima“ auf rund 70 Hütten an.
  • Die Aktion gilt von Mai bis Oktober, pro Person bis zu zwei Gutscheine, einer je Monat.
  • Voraussetzung ist eine klimafreundliche Anreise zu mindestens 90 Prozent.
  • Nachweise: z. B. Zug- oder Fernbusticket, Deutschlandticket, Radfoto, ÖPNV plus Rad.
  • Gutschein gilt fürs Matratzenlager; Reservierung, DAV-Ausweis und Gutschein nötig.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Frühlingssonne weckt bei vielen die Lust auf Ausflüge und Urlaub in den Bergen – Wanderungen stehen dabei hoch im Kurs. Für DAV-Mitglieder gibt es in diesem Jahr wieder ein besonderes Angebot: Der Deutsche Alpenverein startet erneut die Aktion „Freie Nacht fürs Klima“.

Dafür müssen einige Bedingungen erfüllt werden. Die wichtigste: eine klimaneutrale Anreise.

Wobei die grundlegende Voraussetzung eine Mitgliedschaft im Deutschen Alpenverein ist. Die Kosten dafür variieren von Sektion zu Sektion und liegen meist zwischen 50 und 120 Euro pro Jahr, häufig wird noch eine Aufnahmegebühr von 10-25 Euro fällig. Für Kinder, Familien und Senioren gibt es günstigere Tarife. Mitglieder erhalten einen Versicherungsschutz, günstigere Übernachtungen in DAV-Hütten und einen vergünstigten Eintritt in Kletterhallen.

So funktioniert die Aktion „Freie Nacht fürs Klima“ des DAV

Über diesen Aktionslink können Mitglieder Gutscheine für die kostenlose Übernachtung abrufen. Pro Person sind bis zu zwei Gutscheine möglich – allerdings maximal einer pro Monat. Die Aktion läuft von Mai bis Oktober.

Ein konkretes Datum muss beim Abrufen nicht angegeben werden, nur der gewünschte Monat. Wichtig ist jedoch: Der Gutschein ersetzt keine Reservierung. Der Schlafplatz auf der Hütte muss vorab separat gebucht werden.

Die kostenlose Übernachtung gilt ausschließlich für das Matratzenlager, nicht für Mehrbett- oder Doppelzimmer.

Klimafreundliche Anreise nachweisen

Vor Ort müssen Mitglieder den Gutschein, ihren DAV-Ausweis und die Reservierung vorzeigen – auch digital möglich. Zusätzlich ist ein Nachweis für die klimafreundliche Anreise erforderlich.

Akzeptiert werden zum Beispiel:

  • Zug- oder Fernbustickets (auch das Deutschlandticket)
  • Fahrrad-Anreise (mit Foto als Nachweis)
  • Kombination aus ÖPNV und Fahrrad

Wichtig: Mindestens 90 Prozent der Strecke müssen klimafreundlich zurückgelegt werden.

  • August-Schuster-Haus

    Das August-Schuster-Haus am Pürschling (1.564 m) macht bei der Klima-Aktion mit. (Archivfoto)

    picture alliance/dpa
  • Alpenvereinshütten gut gebucht: ARCHIV - 13.08.2021, Bayern, Hintersee: Die Blaueishütte liegt auf 1651 über dem Meeresspiegel in der Nähe zum Blaueisferner, der zwischen den Wänden der Blaueisspitze und dem Hochkalter eingebettet ist. (zu dpa: «Run auf die Hütten - Wochenenden schon teils ausgebucht») Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Die Blaueishütte liegt auf 1.651 Metern über dem Meeresspiegel in der Nähe zum Blaueisferner und ist ebenfalls bei „Freie Nacht fürs Klima“ dabei (Archivfoto).

    Angelika Warmuth/dpa
  • Die Göppinger Hütte auf dem Gamsboden zwischen dem Lechtal und dem Großen Walsertal ist klimatechnisch auf dem neuesten Stand. Bei der CO-Bilanz verzeichnet sie dennoch einige Emissionen. Bis 2030 will der DAV klimaneutral werden.

    Die Göppinger Hütte auf dem Gamsboden zwischen dem Lechtal und dem Großen Walsertal macht auch mit. Sie liegt auf 2.245 m Höhe. (Archivfoto)

    Privat
  • Die Jamtalhütte auf 2165 Metern ist die älteste und größte Hütte der Sektion. Sie wurde 1882 eröffnet.⇥

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    Die Jamtalhütte auf 2.165 Metern ist die älteste und größte Hütte der Sektion Schwaben. Sie wurde 1882 eröffnet und macht auch bei der Klimaaktion mit. (Archivfoto)

    DAV-Sektion Schwaben
  • Alexander Rach

Die älteste DAV-Hütte in den Allgäuer Alpen: Das Prinz-Luitpold-Haus ist für die meisten Wanderer Startpunkt für den Anstieg zum Hochvogel. Foto: Alexander Rach.

    Die älteste DAV-Hütte in den Allgäuer Alpen: Das Prinz-Luitpold-Haus auf 1.846 Metern ist bei „Freie Nacht fürs Klima“ dabei. (Archivfoto)

    Alexander Rach
  • In imposanter Lage befindet sich auf 2091 Metern die Rappenseehütte – Das Ziel nach Tag 1.

Wanderserie - Der Heilbronner Höhenweg im Allgäu

    In imposanter Lage befindet sich auf 2.091 Metern die Rappenseehütte im Allgäu. Auch hier können DAV-Mitglieder mit Klimagutschein gratis übernachten. (Archivfoto)

    Hans-Uli Mayer
  • Reintalangerhütte: ARCHIV - 07.08.2020, Bayern, Garmisch-Partenkirchen: Die Partnach fließt an der Reintalangerhütte einer Schutzhütte des Deutsche Alpenvereins (DAV) vorbei. Sie liegt auf einer Höhe von1366 Metern im Wettersteingebirge. (zu dpa: «Run auf die Hütten - Wochenenden schon teils ausgebucht») Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Die Partnach fließt an der Reintalangerhütte vorbei. Sie liegt auf einer Höhe von 1.366 Metern im Wettersteingebirge. (Archivfoto)

    Angelika Warmuth/dpa
  • Rotwandhaus: ARCHIV - 13.06.2020, Bayern, Schliersee: Wanderwege führen zu Rotwandhaus des Deutsche Alpenvereins (DAV) im Mangfallgebirge. Sie liegt auf einer Höhe von 1737 Meter. (zu dpa: «Wanderer klagen über Magen-Darm-Beschwerden - Rotwandhaus geschlossen») Foto: Angelika Warmuth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Das Rotwandhaus im Mangfallgebirge. Es liegt auf einer Höhe von 1.737 Meter und ist bei der Klimaaktion des DAV dabei. (Archivfoto)

    Angelika Warmuth/dpa
  • Auf 2.710 Metern Höhe: Die Siegerlandhütte bei Sölden im Ötztal.

    Auf 2.710 Metern Höhe: Die Siegerlandhütte bei Sölden im Ötztal. (Archivfoto)

    Christine Weber
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Welche DAV-Hütten bei „Freie Nacht fürs Klima“ teilnehmen

Wer für eine Gruppe reserviert, muss Zeit beim Buchen einplanen: Denn jeder Teilnehmer benötigt unter Angabe der Mitgliedsnummer einen eigenen Aktionsgutschein.

Diese Hütten machen mit

Insgesamt sind mehr als 70 Hütten verschiedener DAV-Sektionen bei der Aktion „Freie Nacht fürs Klma“ dabei, darunter Hütten in den Nordalpen, wie im Allgäu oder am Wetterstein. Aber auch in den Zentralalpen (Ötztal, Stubai, Zillertal) sowie in den östlichen Alpen und den Hohen Tauern machen Hütten mit. Hier eine alphabetische Auflistung:

A
Augsburger Hütte, August-Schuster-Haus
B
Barmer Hütte, Bayreuther Hütte, Berliner Hütte, Bielefelder Hütte, Blaueishütte, Bodenschneidhaus, Bremer Hütte, Brunnenkopfhütte, Brünnsteinhaus
D
Darmstädter Hütte
E
Edmund Probst Haus, Erlanger Hütte, Frederick-Simmshütte, Friesenberghaus, Furtschaglhaus
G
Gamshütte, Gaudeamushütte, Giessener Hütte, Gleiwitzer Hütte, Göppinger Hütte, Greizer Hütte, Gufferthütte
H
Hallerangerhaus, Hannoverhaus, Heinrich-Schwaiger-Haus, Hermann von Barth Hütte, Hildesheimer Hütte, Hochjoch Hospiz, Hochlandhütte
J
Jamtalhütte
K
Kasseler Hütte im Zillertal, Konstanzer Hütte
L
Landsberger Hütte, Lindauer Hütte, Ludwigsburger Hütte
M
Martin-Busch Hütte, Memminger Hütte
N
Neue Fürther Hütte, Neue Thüringer Hütte, Niedersachsenhaus, Nördlinger Hütte, Nürnberger Hütte
O
Oberes Soiernhaus, Otto-Mayr-Hütte
P
Passauer Hütte, Priener Hütte, Prinz-Luitpold-Haus
R
Rappenseehütte, Ravensburger Hütte, Reichenhaller Haus, Reintalangerhütte, Richterhütte, Riemannhaus, Rotwandhaus, Rüsselsheimer Hütte
S
Schwarzenberghütte (Hindelang/Hinterstein), Siegerlandhütte, Starkenburger Hütte, Staufner Haus, Stöhrhaus am Untersberg, Stuttgarter Hütte, Sudentendeutsche Hütte, Sulzenauhütte
T
Taubensteinhaus, Tölzer Hütte
V
Vernagthütte, von-Schmidt-Zabierow-Hütte
W
Waltenbergerhaus, Württemberger Haus

Warum der DAV die Aktion anbietet

Hintergrund der Aktion ist laut DAV, dass der größte CO₂-Anteil beim Bergsport durch die Anreise entsteht. Mit dem Angebot will der Verein klimafreundliches Verhalten fördern und gleichzeitig die Auslastung der Hütten verbessern.

Bereits im vergangenen Jahr sei die Resonanz hoch gewesen, sagt DAV-Vizepräsident Wolfgang Arnoldt. Konkrete Zahlen nennt er nicht. „Mit der Erweiterung von einem auf zwei Gutscheine wollen wir diesen Impuls weiter stärken“, so Arnoldt.