Airbus muss in Stuttgart zwischenlanden: Airline leitet rechtliche Schritte ein – es wird teuer für den Randalierer

Die Maschine von Wizz Air musste in Stuttgart zwischenlanden (Archivbild).
IMAGO/Zoonar- Betrunkener 19-Jähriger erzwang außerplanmäßige Landung in Stuttgart.
- Flug Paris–Sofia: Airbus A321 von Wizz Air legte Zwischenstopp ein.
- Polizei nahm den Mann fest, 227 Passagiere applaudierten beim Abführen.
- Staatsanwaltschaft erhob 500 Euro Sicherheitsleistung – Airline klagt Kosten ein.
- Wizz Air beziffert typische Kosten auf 10.000 bis 20.000 Euro, teils deutlich mehr.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nachdem ein 19 Jahre alter, stark betrunkener Randalierer am Mittwochabend den Piloten einer Wizz Air-Maschine in Stuttgart zu einer außerplanmäßigen Landung gezwungen hatte, kommen auf den jungen Mann nun erhebliche finanzielle Forderungen seitens der ungarischen Airline zu.
Laut Polizei hatte der Mann auf dem Flug von Paris nach Sofia dermaßen randaliert, dass der Pilot des Airbus A321 sich dazu gezwungen sah, auf dem Stuttgarter Flughafen zu landen. Nachdem Polizeikräfte den jungen Mann verhaftet und unter dem Applaus der 227 Passagiere aus dem Flugzeug geholt hatten, konnte die Maschine nach rund zwei Stunden ihren Flug in die bulgarische Hauptstadt fortsetzen. Laut eines Polizeisprechers erhob die Staatsanwaltschaft wegen des Polizeieinsatzes und der Ingewahrsamnahme eine Sicherheitsleistung von 500 Euro von dem 19-Jährigen.
Die 500 Euro werden allerdings wohl das kleinste Problem für den Randalierer sein, denn die Fluggesellschaft wird alle mit dem Zwischenstopp verbundenen Kosten geltend machen.
„Die Sicherheit unserer Passagiere und Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität“, schreibt die Airline in einer Stellungnahme. So werde Wizz Air rechtliche Schritte gegen den Randalierer einleiten, da er „unseren Kunden unnötige Unannehmlichkeiten bereitet hat“.
Die Airline verfolge eine Null-Toleranz-Politik gegenüber verbaler oder körperlicher Belästigung und jeglichem Fehlverhalten. „Der Kapitän kann die Beförderung verweigern oder das Flugzeug sogar umleiten, um die Sicherheit von Passagieren und Crew zu gewährleisten“ – was in diesem Fall auch geschah.
Die Airline bittet den Randalierer zur Kasse
Was bedeutet dies nun in finanzieller Hinsicht für den 19‑Jährigen? „Generell lässt sich sagen, dass wir alle damit verbundenen Kosten geltend machen. Dazu gehören unter anderem Treibstoffkosten, HOTAC-Gebühren, gegebenenfalls Verspätungen, Bodenabfertigungskosten, usw. Im Durchschnitt belaufen sich diese auf 10.000 bis 20.000 Euro, können aber auch deutlich höher ausfallen“, so eine Sprecherin der Fluggesellschaft.
Unter HOTAC-Gebühren (Abkürzung für Hotel Accommodation oder Hotel and Crew Accommodation) versteht man die Kosten für die Unterbringung und Logistik von Flugzeugbesatzungen und Passagieren bei Flugunregelmäßigkeiten, wie Verspätungen, Streiks oder Notlandungen.
Und sollte es richtig schlecht für den Randalierer laufen, könnten Passagiere auch noch zivilrechtliche Forderungen geltend machen. So oder so wird dieser Flug für den 19-Jährigen eine kostspielige Angelegenheit.
