Achtung vor dem IBAN-Trick: Mann verliert 700.000 Euro durch fiese Betrugsmasche

Traumhafte Renditen, und das bei einer Laufzeit von nur zwei Jahren? Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche mit dem „IBAN-Trick“, es gibt schon mehrere Opfer (Symbolbild).
Christin Klose, dpaImmer wieder versuchen Gauner durch hinterhältige Tricks, gutgläubige Menschen um ihr Geld zu bringen. Sei es durch Love-Scamming, wobei eine Liebesbeziehung vorgetäuscht wird, oder vermeintlich lukrative Geldanlagen. Dabei können die Opfer Unsummen verlieren. In Wolgast etwa fiel eine 59-jährige Frau im Internet auf einen Mann herein, der sie so geschickt emotional manipulierte, dass er sie am Ende um mehr 100.000 Euro betrogen hatte.
Mann „investiert“ 700.000 Euro: Das Geld ist weg
Noch schlimmer erwischte es einen Mann aus dem Bodenseekreis, wie jetzt die Polizei in Ravensburg berichtet: Ihm wurde durch Geldanlage-Betrug fast eine dreiviertel Million abgeluchst: Er verlor die 700.000 Euro durch eine angeblich lukrative Geldanlage bei einer vermeintlich seriösen Investment-Firma. Dabei nutzten die Betrüger eine neue Masche, berichtet die Polizei. Und die Ermittler warnen: Das Geld ist durch den neuen IBAN-Trick kaum zurückzubekommen. Auch im Falle des Mannes aus dem Bodenseekreis konnten die Ermittler das „investierte“ Geld nicht mehr zurückholen.
Schon mehrere Opfer durch IBAN-Trick
Die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen hat bereits mehrere Ermittlungsverfahren mit dieser Betrugsform bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Die Verbrecher versprechen traumhafte Renditen bei einer Laufzeit von nur zwei Jahren, ganz konservativ ohne Kryptowährung wie Bitcoins, angelegt als Festgeld. Bei der relativ neuen Betrugsmasche legt der Kunde sein Erspartes für einen bestimmten Zeitraum fest an. Zunächst wirkt die Anlage seriös, die Kontoauszüge machen was her und das Opfer hat ein gutes Gefühl, heißt es bei der Kripo. Dazu würden die Anleger zunächst auch engmaschig telefonisch von vermeintlichen Bankberatern betreut. Das böse Erwachen komme dann am Ende der Anlagezeit, wenn es Zeit zur Auszahlung wird. Bis dahin sind die Betrüger mit dem Geld ihrer Opfer über alle Berge.
Betroffenen wird ein eigenes Konto für Geldanlage vorgegaukelt
Oftmals überweisen die Opfer im Glauben, ihr Geld auf ein festes Anlagekonto zu überweisen, direkt an die Betrüger im Ausland und merken erst viel zu spät, dass Ihr Erspartes nicht angelegt, sondern weg ist. Dabei machen sich die Täter den neuen „IBAN-Trick“ zunutze: Die Opfer überweisen ihr Erspartes an ihren eigenen Namen mit einer ausländischen Kontoverbindung. Sie glauben so, ein eigenes Konto im Ausland zu besitzen. Da die Empfängerbanken jedoch nicht verpflichtet sind, den Namen des Kontoinhabers in Verbindung mit der IBAN zu überprüfen, bleibt der Geldfluss für die Geldgeber meist unentdeckt.
Vermeintliche Investment-Firmen täuschen Investment in der sicheren Schweiz vor
Die Namen der Investment-Firmen gaukeln den Anlegern vor, dass sie ihr Geld in der Schweiz anlegen. Dies strahlt eine Sicherheit aus, die die Opfer falsch einschätzen und sich von der hohen Rendite blenden lassen.
Die Kripo warnt deswegen:
- Legen Sie Ihr Geld ausschließlich bei seriösen Banken und Kreditinstituten an.
- Prüfen Sie verlockend klingende Angebote akribisch und lassen Sie sich weitere Angebote machen.
- Überweisen Sie kein Geld auf ein ausländisches Konto!
- Sollten Sie dennoch Opfer eines Betrugs geworden sein, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei.
Weitere Informationen zu dieser und ähnlichen Betrugsmaschen gibt es bei der Polizei unter www.polizei-beratung.de.



