Abschiebungen aus BW: So viele Straftäter abgeschoben wie nie zuvor

Ein Flugzeug startet hinter einem Zaun mit Natodraht.
Sebastian Gollnow/dpa- Baden-Württemberg schob 2025 mit 1046 Straftätern so viele ab wie nie zuvor.
- Insgesamt wurden 3397 Menschen abgeschoben, im Vorjahr waren es 2873.
- Freiwillig reisten 3844 Menschen aus, im Vorjahr 3502.
- Die meisten Abschiebungen gingen nach Georgien, Nordmazedonien, Türkei, Kosovo, Gambia, Serbien.
- Deutschland schob einen 29-jährigen Straftäter nach Syrien ab – vierte Rückführung seit 2025.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Aus Baden-Württemberg sind im vergangenen Jahr einem Zeitungsbericht zufolge deutlich mehr Menschen abgeschoben worden als im Jahr davor. Ihre Zahl stieg auf 3397 Menschen (Vorjahr: 2873), wie die „Schwäbische Zeitung“ unter Berufung auf offizielle Daten des Justizministeriums berichtete.
Demzufolge stieg 2025 die Zahl abgeschobener Straftäter auf 1046. Im Vorjahr waren es laut Justizministerium 736 Straftäter gewesen. „Noch nie wurden so viele Straftäter abgeschoben wie im vergangenen Jahr“, sagte Justizministerin Marion Gentges (CDU) der Zeitung. „Die Zahlen sind eindeutig.“
Zudem zeigten sie, dass an dem Vorwurf nichts dran sein, es würden systematisch gut integrierte Menschen abgeschoben. „Wir konzentrieren uns ganz klar auf diejenigen, die sich hier nicht an unsere Gesetze halten“, sagte die Ministerin.
Freiwillig reisten im vergangenen Jahr den Angaben zufolge 3844 Menschen aus. Im Jahr davor waren es 3502 gewesen.
Die meisten Abschiebungen aus dem Südwesten erfolgten den Angaben zufolge in die Länder Georgien, Nordmazedonien, die Türkei, den Kosovo, Gambia und Serbien.
Weiterer Straftäter nach Syrien abgeschoben
Ganz aktuell hat jetzt Deutschland einen 29-jährigen Straftäter nach Syrien abgeschoben. Wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mitteilte, wurde der zuletzt in Baden-Württemberg lebende Mann direkt aus der Strafhaft zum Flughafen und mit einem Linienflug in die syrische Hauptstadt Damaskus gebracht. Es war die vierte Abschiebung eines syrischen Straftäters seit der Wiederaufnahme der Rückführungen in das arabische Land.
Nach Ausbruch des Bürgerkriegs in Syrien 2011 waren Abschiebungen dorthin ausgesetzt worden. Im Dezember 2024 endete die Herrschaft des Langzeitmachthabers Baschar al-Assad. Im Dezember 2025 wurde erstmals wieder ein Syrer in Begleitung der Bundespolizei per Linienflug nach Damaskus gebracht. Bisher beschränken sich Abschiebungen in das Land auf Straftäter. In Syrien sind zuletzt neue Kämpfe zwischen Truppen der Übergangsregierung und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) ausgebrochen.
„Rückführungen von Straftätern müssen konsequent durchgeführt werden“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU). Das sorge für „Ordnung, Orientierung und mehr Sicherheit“.
