Wir im Stauferland: Heribert-Späth-Preis 2025 für Stephanie Nägele-Molitor

Die beiden Ausbildungsleiterinnen Stephanie Nägele-Molitor (Mitglied der Geschäftsleitung bei Stahlbau Nägele, links) und Julia Kleinknecht (Assistentin der Geschäftsleitung) freuen sich über die Auszeichnung.
ZDHStephanie Nägele-Molitor, Mitglied der Geschäftsleitung der Stahlbau Nägele GmbH aus Eislingen, wurde am 5. Dezember 2025 in Frankfurt am Main mit dem Heribert Späth Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird seit 1997 jährlich von der Stiftung für Begabtenförderung im Handwerk vergeben und gilt als höchster Ausbildungspreis im deutschen Handwerk. Geehrt wird ihr herausragendes persönliches Engagement für Ausbildung und Nachwuchsförderung sowie ihr Beitrag, Ausbildungsqualität strukturiert, praxisnah und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Die Jury würdigte dabei ein Konzept, das weit über einzelne Maßnahmen hinausgeht und Ausbildung als langfristige Investition in Fachkräfte, Kultur und Verantwortung versteht. Frau Nägele-Molitor sieht die Ehrung zugleich als Bestätigung einer Haltung, die im Familienunternehmen seit Jahrzehnten fest verankert ist. Stahlbau Nägele wurde 1949 gegründet. Bereits ein Jahr nach der Gründung der damaligen Schmiede stellte der Firmengründer den ersten Lehrling ein. Diese Tradition prägt das Unternehmen bis heute und bildet die Grundlage für moderne Ausbildungsstrukturen.
Frühe Berufsorientierung
Ein zentraler Baustein ist die frühe Berufsorientierung. Jährlich absolvieren rund 30 Schülerinnen und Schüler Praktika im Unternehmen. Jeder Praktikantin und jedem Praktikanten wird ein Azubi-Pate zur Seite gestellt. Ausbildungsbotschafter des Betriebs besuchen regionale Schulen, zudem werden Schulklassen regelmäßig zu Betriebsbesichtigungen eingeladen. In der Ausbildung selbst setzt Stahlbau Nägele auf reale Aufgaben und sichtbare Ergebnisse. Auszubildende fertigen Muster und Ausstellungsstücke für die Kundschaft an und erwerben dadurch früh ein Verständnis für Qualität, Kundenanforderungen und Teamarbeit. Begleitet wird dies durch Qualifikations- und Weiterbildungsangebote, die der Betrieb aktiv fördert und finanziert. Besonders betont wird die kontinuierliche Weiterentwicklung der Ausbildung. Offene Feedbackgespräche mit den Auszubildenden gelten als wichtiger Teil des Systems, um Inhalte, Betreuung und Arbeitsumfeld an die Erwartungen junger Menschen anzupassen. Neben der regionalen Nachwuchsarbeit engagiert sich das Unternehmen auch in überregionalen Projekten wie „Priester für das Handwerk“. Die Handwerkskammer Region Stuttgart bestätigte die hohe Ausbildungsqualität bereits mit der PrimAQ-Zertifizierung.

Anerkennende Worte bei der Preisverleihung.
ZDHWürdingung für die Ausbildungsarbeit des Betriebs
Obwohl der Preis Frau Nägele-Molitor persönlich verliehen wurde, nutzt sie ihn für eine klare Botschaft. Sie widmet die Auszeichnung der Firma Stahlbau Nägele und damit allen Kolleginnen und Kollegen, die Ausbildung täglich tragen. Aus ihrer Sicht ist nachhaltige Nachwuchsförderung immer Teamleistung und entsteht durch das Zusammenspiel von Geschäftsleitung, Ausbildern, Fachabteilungen und den Auszubildenden selbst. Mit dieser Einordnung zeigt der Heribert Späth Preis 2025 nicht nur das persönliche Engagement einer Führungspersönlichkeit, sondern auch die Stärke einer Ausbildungskultur, die die Fachkräftebasis der Region langfristig sichern kann.
Stahlbau Nägele GmbH
Gutenbergstrasse 3
73054 Eislingen/Fils
Telefon: 07161 / 8500-0
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www.stahlbau-naegele.de