Anzeige: „Wir sind so alt wie unsere Gefäße“

Dr. Marc Röderer im Kompetenzzentrum Areion.⇥
Julia HaagaHerz-Kreislauf-Erkrankungen – vor allem Schlaganfall, Schaufensterkrankheit und Herzinfarkt – sind nach wie vor die häufigste Todesursache in Europa und gelten als das weltweit größte Gesundheitsproblem. In vielen Fällen führt die sogenannte Arteriensklerose – wenn sich an den arteriellen Gefäßwänden Plaques, krankhafte Ablagerungen, bilden – zu langwierigen Folgen. Einige Mediziner sprechen daher auch von der „Mutter aller Herz-Kreislauf-Erkrankungen“. „Das stimmt tatsächlich“, bestätigt Dr. Marc Röderer.
Noch immer unterschätzt: Regelmäßige Vorsorge
Hauptberuflich ist er Internist und Kardiologe an der Orthopädischen Universitätsklinik am RKU. Als Facharzt für Innere Medizin und Notfallmedizin im Areion Kompetenzzentrum für Medizin und Ästhetik in Neu-Ulm bietet er zweimal die Woche eine Sprechstunde an. Dort widmet er sich vor allem der nicht-invasiven Diagnostik, um die Herzgesundheit seiner Patientinnen und Patienten im Auge zu behalten.
„Es ist ein vielbemühter Vergleich, aber: Wir sind immer nur so alt wie unsere Gefäße. Wenn ich eine klassische Gefäßvorsorgeuntersuchung durchführe, kann ich anhand der Blutgefäße schnell erkennen, wer weniger gut mit seinem Körper umgegangen oder auch genetisch vorbelastet ist. Wenn die Gefäße nicht gut durchblutet werden können, schlägt sich das nicht nur in meinem Fachgebiet, dem Herzen, nieder, sondern im ganzen Körper – etwa an den Nieren oder im Gehirn. Die Herzkranzgefäße oder auch diejenigen im Gehirn sind sehr klein, da bleibt nur wenig Spielraum.“
Es gibt fünf große Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wenig überraschend: Rauchen ist besonders gefährlich. „Nikotin schädigt nicht nur die Lunge, sondern auch direkt die Gefäße. Das ist durch zahlreiche Studien belegt. Auch Fettstoffwechselstörungen und Zuckererkrankungen sind problematisch, wobei sich letztere gut einstellen lassen. Und schließlich der hohe Blutdruck.“ Der gravierendste Risikofaktor von allen: die Vererbung. Wer also ein Interesse an der eigenen Herzgesundheit hat, sollte diese Risikofaktoren frühzeitig fachlich abklären lassen – und dann entsprechend handeln. Liegen in der Familie Schlaganfälle oder Herzinfarkte vor, rät Dr. Röderer dazu, einen Gefäßspezialisten aufzusuchen, um das eigene Krankheitsrisiko festzustellen. Auch die sogenannte Schaufensterkrankheit sollte hier bedacht werden: Eine chronische Durchblutungsstörung insbesondere der Arterien in den Beinen. Betroffene leiden unter krampfartigen Schmerzen in Beinen und Füßen und „tarnen“ diese etwa durch einen kurzen Halt vor einem Schaufenster.
Prävention im Fokus der Forschung
All jenen, die noch gar nicht erkrankt sind, empfiehlt Dr. Röderer frühzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen – ein Thema, das in der kardiovaskulären Forschung zuletzt stark in den Fokus genommen wird. Prävention betrifft den Lebensstil. „Auch unabhängig von den Gefäßen gilt: Wer sich ausgewogen ernährt und regelmäßig bewegt, schützt und erhält die Leistungsfähigkeit des eigenen Herzens. Eine gesunde Mischung aus der sogenannten mediterranen Ernährung, die nicht zu fettig ist, viel Fisch, Gemüse und weniger Fleisch beinhaltet, hat sich über die Jahre bewährt. Und jeder weiß, dass Sport und Bewegung in jeglicher Hinsicht gut für unsere Gesundheit sind.“
Vier- bis fünfmal pro Woche moderate Bewegung für mindestens eine halbe Stunde, rät der Kardiologe. Ob Radfahren, Joggen, Spazierengehen – jede Bewegung zählt. Dabei ist es zweitrangig, bestimmten Trends zu folgen, etwa mit Smartphone oder Fitnessuhr Schritte zu sammeln oder mit den Nordic-Walking-Stöcken loszuziehen. „Mit 10 000 Schritten täglich wird ein Trainingseffekt erzielt und die Stoffwechselleistung verbessert. Das kommt besonders Menschen mit Blutdruck- oder Fettstoffwechselproblemen zu Gute.“ Wer unter Gelenkschmerzen leidet, kann beispielsweise Schwimmen gehen. Röderer selbst geht regelmäßig ins Fitnesstraining: „Auch Gewichte zu heben ist sehr gut für die Herzgesundheit.“
Das DZHK, das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung, spricht in diesem Zusammenhang von der zögerlichen „Präventionsbereitschaft“ in der breiten Bevölkerung, die verbessert werden müsse.
„Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind eine abstrakte Gefahr und unsere Wohlstandsgesellschaft macht es uns oft schwer, gute Gewohnheiten, die der Vorsorge dienen, beizubehalten,“ so der Herzspezialist. „Aber unser Auto bringen wir ja auch alle drei Jahre zum TÜV – verdient unser Körper nicht mindestens dieselbe Aufmerksamkeit?“
AREION Kompetenzzentrum
Dr. med. Marc Daniel Röderer
Zur Person
Dr. med. Marc Daniel Röderer ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie und Notfallmedizin. Im AREION Kompetenzzentrum wird die komplette nicht-invasive Diagnostik mittels Sonographie, EKG/Ergometrie, LZ-Untersuchungen sowie Stress-Echokardiographie angeboten. Patienten profitieren von einem umfangreichen Leistungsangebot auf hohem Niveau. Vom ersten Beratungsgespräch bis zum Abschluss der Behandlung werden Patienten urchgängig von einem spezialisierten Kardiologen mit langjähriger Erfahrung individuell betreut
und informiert.
Kontakt
AREION - Kompetenzzentrum für Medizin und Ästhetik
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