Was Experten raten
: Die häufigsten Irrtümer über Krampfadern

AnzeigeFalschannahmen im Zusammenhang mit Krampfadern halten sich hartnäckig. Dr. med. Julian Zimmermann, Spezialist für schonende OP-Verfahren an den Venen mit eigener Praxis in der BlausteinKlinik, klärt auf.
Von
Julika Nehb
Blaustein
Dr. Julian Zimmermann

Dr. Julian Zimmermann

Samantha Bantle

Nach mehr als dreißig Jahren als Gefäßchirurg und Phlebologe und mehreren tausend Eingriffen am Venensystem, kennt Dr. Julian Zimmermann bestimmte Sätze auswendig: „Ich höre sie jede Woche. Und jedes Mal erkläre ich, warum sie falsch sind – und warum das Jahre später sichtbar wird.“

„Das ist doch nur kosmetisch.“

Laut Dr. Zimmermann ist das der häufigste Irrtum – und der folgenreichste. Krampfadern stören zwar das Bild, aber sie tun nichts: Diese Überzeugung sitzt tief. Dabei ist sie medizinisch falsch. Erweiterte, funktionsunfähige Venen zeigen, dass das venöse Drucksystem des Beins aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dieser Druck schädigt über Jahre das umliegende Gewebe, führt zu Hautveränderungen, Schwellungen – und kann in einem offenen Bein enden: einer Wunde, die sich ohne Behandlung nicht schließt. „Das ist keine Kosmetik. Das ist eine Erkrankung.“​

„Das betrifft doch nur ältere Menschen.“

„Nein“, sagt Dr. Zimmermann entschieden. „Ich behandle Patientinnen und Patienten in ihren Dreißigern mit klinisch relevanter Venenschwäche.“ Die Disposition ist oft genetisch: Wer Eltern mit Venenproblemen hat, trägt ein erhöhtes Risiko und erste Veränderungen beginnen früher als gedacht. Langes Sitzen, wenig Bewegung, Schwangerschaften: Das beschleunigt den Prozess bei Menschen mit schwächerem Bindegewebe. Das Alter ist kein Kriterium. Die Venengesundheit schon.

„Keine Krampfadern – kein Venenproblem.“

Das sei der gefährlichste Irrtum, warnt der Gefäßspezialist. Die tiefen Leitvenen verlaufen unsichtbar unter dem Muskel. Eine Schwäche dort zeigt sich manchmal gar nicht an der Oberfläche – verursacht aber trotzdem Schwellungen, Schweregefühl und Hautveränderungen, die jahrelang als normal abgetan werden. „Wer wartet, weil er keine sichtbaren Krampfadern hat, wartet auf das falsche Signal.“

„Man muss warten, bis es schlimm genug ist.“

Das Gegenteil ist richtig. „Mein Schwerpunkt liegt seit dreißig Jahren auf minimalinvasiven Eingriffen nach den modernsten Methoden – und genau diese Verfahren entfalten ihren vollen Nutzen nur dann, wenn man früh genug in die Praxis kommt.“ Ohne große Schnitte, mit kurzen Ausfallzeiten, mit Ergebnissen, die vor einer Generation nicht möglich waren. Wer wartet, behandelt Spätschäden statt Ursachen – und verschenkt die besten Optionen.

Was der Experte in seiner Praxis konsequent empfiehlt: „Wer wegen Krampfadern oder Venenbeschwerden zu mir kommt, hat bereits den wichtigsten Schritt getan: den Weg in die richtige Praxis. Viele meiner Patientinnen und Patienten nutzen diesen Anlass, um im Anschluss auch einen umfassenden Gefäß-Check wahrzunehmen – Halsschlagadern, Bauchschlagader und Beinarterien in einer Untersuchung, mit sofortigem Ergebnis. Dafür vereinbaren meine Patientinnen und Patienten meist einen gesonderten Termin, damit ausreichend Zeit bleibt, um wirklich alles im Blick zu haben. Krampfadern und Venenschwäche sind keine Frage des Schicksals, die man hinnehmen muss, sondern ein medizinisches Problem, das sich gut behandeln lässt – wenn man früh genug hinschaut.“

Dr. med. Julian Zimmermann

Niedergelassener Chirurg in den BlausteinPraxen sowie Belegarzt in der BlausteinKlinik. 
Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie.  
Zusatzbezeichnung: Phlebologie, Endovaskulärer Chirurg.  
Schwerpunkte: Venenerkrankungen, chronische Wunden, Weichteiltumore, Verödungstherapie,  Botoxtherapie.

BlausteinKlinik
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