Sonnenenergie: Vom Schreiner zum PV-Pionier

Mit Landwirtschaft ist Manfred Lehner aufgewachsen. Die Arbeit mit Holz faszinierte ihn - er wurde Schreiner. Eine Veränderung seiner Lebensumstände schärfte sein Interesse an nachhaltiger Energie. Seine maßangefertigten Halterungen für Mini PV-Anklagen sorgen nun bei seiner Kundschaft dafür, das sie vom selbst erzeugten Sonnenstrom profitiert.
ArchivEs gibt Momente im Leben, in denen man sich selbst neu erfinden muss oder in denen etwas neu erfunden werden muss. Manfred Lehner, Inhaber der gleichnamigen Firma aus Westerstetten, kennt solche Situationen gut – aus seinem Privatleben, wie auch aus dem Alltag seiner Kunden. Lehners Firma für „innovative Produkte“ sorgt für individuelle Lösungen im Bereich Mini-Photovoltaikanlagen, so dass jede und jeder – der so ein „kleines Kraftwerk“ sein Eigen nennt – zum Stromproduzenten innerhalb seines Zuhauses, seiner Firma oder auch sogar von unterwegs aus werden kann.
Aufgewachsen ist Manfred Lehner in einer Familie, die sich ganz der Landwirtschaft verschrieben hatte: „Mein Vater war Landwirt und Agrarhändler. Später war ich selbst in dem Beruf tätig und vermutlich ist da schon das Interesse und Verständnis gewachsen für nachhaltige Energieformen. „In den Bereich erneuerbare Energie bin ich aktiv im Jahr 2009/2010 eingestiegen – ich suchte ein neues Betätigungsfeld in dem ich mit einer Thematik zu tun habe, die mich interessiert, an der ich Freude habe und die sinnvoll für mich und andere ist.“
Testen, was gut ist
Über Artikel in einschlägiger Fachpresse kam Lehner mit dem Thema Kleinwindanlagen in Berührung. Und weil er einer sei, „der schon immer selbst testen wollte, was so be- und geschrieben wird“ legte er sich zunächst eine Windmessstation zu: „Bevor man in eine genehmigungsfreie, maximal 100 Meter hohe Kleinwindanlage zwischen1000 und 20.000 Euro investiert, sollte man schon wissen, welche Windverhältnisse herrschen. Sein Fazit: „Bei mir in Westerstetten, wie überhaupt in unserer Region und selbst an den deutschen Küsten fängt man mit so einer viel zu niedrigen Anlage nichts an.“ Dennoch stellte er sich die Frage: „Falls wann und wo auch immer ausreichend Wind zur privaten Stromerzeugung wehen sollte, womit kann man die Energie speichern? Ich kam auf einen Speicher, der eigentlich für Sonnenenergie ausgelegt ist. Und schon war ich dem Thema Photovoltaik verfallen und habe fortan dafür Speichermedien vertrieben. Ein Jahr später, 2014, las ich in diesem Kontext Fachartikel zu sogenannten Mikrowechselrichtern und seither liegt mein beruflicher Fokus auf Mini Photovoltaikanlagen – parallel dazu stieg auch das Interesse an diesen kleinen Kraftwerken in der Bevölkerung.“
Nachhaltig preisverdächtig
In Lehners „Garagenfirma“ wurden mit der steigenden Nachfrage nach PV-Modulen und Komponenten für Installation und Montage der Arbeits- und Lagerbereich zu klein. Zusätzlich angemietete Räumlichkeiten reichten auch nicht aus. Der Appell aus dem engen Freudenkreis war: „Bau Deine eigene Produktionshalle! Und ja, nach der Baugenehmigung haben wir wirklich vieles in Eigenregie umgesetzt – es gab kaum ein Wochenende oder einen Feiertag an dem nicht geschafft wurde, nachdem ein großer Schock überwunden war. Das Holz, das für den Hallenbau bestimmt war, brannte wie die gesamte Schreinerei, die den Aufbau übernehmen sollte, ab. Das verzögerte das Vorhaben im Ganzen. Aber seit der Einweihung am 13. Juli dieses Jahres, ist Manfred Lehner mit seinem Team in der neuen Betriebsstätte tätig. In der Geislinger Straße 10, am nordwestlichen Ortsrand von Westerstetten.

Angucken, anfassen und Auskunft bekommen, bevor man sich Mini PV-Module zuhause montieren lässt. In der wahrscheinlich größten Mini PV-Ausstellung Süddeutschlands und dank Manfred Lehner Beratung muss das kein Wunsch bleiben.
Viana Vivien SagrHier findet sich auch „die größte Mini PV-Ausstellung von ganz Süddeutschland“ sagt der Firmeninhaber und schmunzelt: „falls es wo eine größere gibt, muss man das erst beweisen“. Das Manfred Lehner nicht nur Wissen in Sachen Photovoltaik hat, beweist eine Urkunde, mit der er für sein Energiehaus 2014 mit dem Umweltpreis für vorbildliche Leistungen im Alb-Donau-Kreis geehrt wurde: „Nun ja, privat beim mir zuhause, habe ich schon seit über 20 Jahre eine Pelletsheizung sowie eine Regenwasserzisterne. Ebenso war damals schon eine Kleinwindanlage mit selbstkonstruiertem Mast auf dem Hausdach und natürlich ein PV-Anlage samt Speicher. Auch gab es da schon die Brauchwasser-Wärmepumpe … und in den Folgejahren bis heute sind allerhand weitere Geräte, Apparate und vieles mehr zur Erprobung erneuerbarer Energien dazugekommen.
Manfred Lehner - innovative Produkte
Informationen zu Manfred Lehners Produkten unter www.manfred-lehner.de und hier Mini Photovoltaikanlagen: Wie ein schwäbischer Tüftler die Energiewende neu denkt | swp.de