Organe
: So funktioniert unsere Atmung

Atmen - das tun wir ganz automatisch. Doch es ist ein feinabgestimmter Prozess mit zahlreichen Akteuren notwendig, damit wir immer wieder Luft holen können.
Von
Anne Schur
Ulm
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Eine Frau entspannt mit Atemübungen: ILLUSTRATION - In entspannter Position mehrmals länger aus- als einatmen: Das kann helfen. (zu dpa: «So atmen Sie sich aus der Grübelspirale heraus») Foto: Christin Klose/dpa-mag - Honorarfrei nur für Bezieher des Dienstes dpa-Magazin +++ dpa-Magazin +++

Ruhig ein- und ausatmen kann dabei helfen, sich zu entspannen und zur Ruhe zu kommen.

Christin Klose/dpa-mag/dpa
  • Jeder Mensch nimmt täglich ca. 20.000 Atemzüge.
  • Atmung ist ein komplexer Prozess, der viele Organe einbezieht.
  • Luft gelangt durch Mund oder Nase über Luftröhre und Bronchien in die Lunge.
  • Brust- und Bauchatmung sind zwei Arten der Atmung, die unterschiedliche Muskeln aktivieren.
  • Beim Einatmen wird der Bauch "dicker", da das Zwerchfell Platz braucht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen: Nach Zahlen der Deutsche Herzstiftung macht jeder Mensch rund 20.000 Atmenzüge pro Tag - und das ohne darüber nachzudenken. Warum auch? Scheint ja zu funktionieren. Doch wie läuft das mit dem Atmen genau?

Komponiertes Zusammenspiel

Lunge, Zwerchfell, Luftröhre, Bronchien, Nerven, Muskeln: Nur wenn alle an einem Strang ziehen, kann der Mensch atmen und so das Blut mit Sauerstoff anreichern.

1. Luft wird durch Mund oder Nase eingesogen und gelangt über die Luftröhre. Diese teilt sich am Ende in die beiden Hauptbronchien.

2. Eine Hauptbronchie führt in den rechten, die andere in den linken Lungenflügel und verzweigt sich auf dem Weg dort hin in extrem feine Röhrchen - die Bronchien.

3. Wie es nun weitergeht, hängt von der Art der Atmung ab (für die man sich natürlich ganz unbewusst entscheidet)

3.1 Bei der Brustatmung spannen sich die Zwischenrippenmuskeln an. Als Folge hebt sich die Brust und der Brustraum vergrößert sich. Die elastischen Lungenflügel folgen dieser Bewegung, dehnen sich aus und nehmen so die Luft, die über Luftröhre und Bronchien einströmt, auf.

3.2 Bei der Bauchatmung spielt das Zwerchfell eine wichtige Rolle. Diese Muskel-Sehnen-Platte befindet sich unterhalb der Lunge und hat die Form zweier Kuppeln. Bei der Bauchatmung, wenn wir also tief in den Bauch einatmen, flachen sich die beiden Kuppeln ab und der Burstraum vergrößert sich nach unten. Auch hier folgen die Lungenflügel dieser Bewegung, dehnen sich nach unten aus und nehmen die Luft auf.

4. Beim Ausatmen entspannt sich die Muskulatur und sorgt so dafür, dass die Luft aus den Lungenflügeln wieder entweichen kann.

Dicker Bauch beim Einatmen

Wer mal so richtig tief in den Bauch einatmet, dem wird auffallen, dass der Bauch ein wenig "dicker" wird. Das liegt daran, dass das Zwerchfell, dass ja beim Einatmen flacher wird, weil es seine Kuppelform verliert, den Bauchorganen ein wenig Platz wegnimmt. Diese weichen dann in Richtung Bauchwand vor. Nach dem Ausatmen kehren sie an ihren alten Platz zurück.