Nachhaltig
: Halbzeit der Agenda

AnzeigeDie Vereinten Nationen haben sich 17 Ziele bis 2035 gesetzt, einen verantwortungsvollen und zukunftsorientierten Umgang mit Menschen, der Natur und der Wirtschaft umzusetzen.
Von
Andreas Brücken
Ulm
Mit ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung wird die Welt enkeltauglich übergeben.

Mit ökologischer, ökonomischer und sozialer Verantwortung wird die Welt enkeltauglich übergeben.

Robert Kneschke - stock.adobe.co

Staaten, Wirtschaft, Wissenschaft und nicht zuletzt jeder Einzelne ist gefordert, sich an einer zukunftsfähigen Gestaltung der Umwelt zu engagieren. Das Bild zur Halbzeit der Agenda, die zum Pariser Klimaabkommen 2025 auf den Weg gebracht wurde, ist jedoch ernüchternd. Kriege, Pandemien, die Erderwärmung oder fehlender Wille und mangelnde Akzeptanz verlangsamen das Tempo. Derweil sind sich Wissenschaftler einig: Wenn die Klimaziele nicht eingehalten werden, kommt es zu einer Verschärfung des Klimawandels mit schwerwiegenden Folgen wie häufigeren und extremeren Wetterereignissen wie Hitzewellen, Dürren, Stürmen und Überschwemmungen. Dies bedroht die Biodiversität, die Lebensgrundlagen und die menschliche Gesundheit und führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels sowie zu Versorgungs- und Ernährungskrisen, insbesondere in den am stärksten betroffenen Regionen. Ein Thema also, das auch unsere Region betrifft. Zahlreiche Unternehmen haben vor Ort bereits einen verantwortungsvollen Kurs eingeschlagen, um unserer Welt „enkeltauglich“ zu gestalten. Drei Säulen stützen die gleichgewichtigen Dimensionen:

Die Umwelt schonen

Ökologisches Bewusstsein findet sich im Ausbau der erneuerbaren Energiewirtschaft, der Förderung der lokalen ökologischen Bauernhöfe oder der Renaturierung von Wäldern, Flüssen und Feuchtgebieten wieder. Auch der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs oder die Umsetzung ressourcenschonender Bauweisen weisen in eine zukunftsorientierte Richtung. Wissenschaftler des Sachverständigenrats für Umweltfragen kam bereits 2020 zur Erkenntnis, dass Der Ausbau erneuerbarer Energien als zentraler Bestandteil eines ökologischen Wandels hervorgehoben sei. Die Studie zeigt, dass dies nicht nur dem Klimaschutz dient, sondern auch Innovationen und zukunftsfähige Arbeitsplätze fördert.

Die Wirtschaftskraft erhalten

Ökonomische Verantwortung und Umweltschutz sind kein Gegensatz, sondern stehen im direkten Zusammenhang. Denn umweltorientierte Branchen haben seit einigen Jahren ein gesteigertes Wachstumspotential. Hier arbeiten Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen an nachhaltigen Projekten. Auch Banken haben den Boom für verantwortungsbewusste Geldanlagen wahrgenommen und bieten besondere Fonds oder Kredite an. Langfristige Perspektiven und ökonomische Ziele sind also kein Widerspruch, sondern ein wesentlicher Bestandteil eines ganzheitlichen Umweltverständnisses. Eine Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) belegt, dass die Umweltwirtschaft überdurchschnittlich wächst und ein starkes Innovations- und Arbeitsplatzpotential besitzt. Auch nachhaltige Finanzprodukte werden hier explizit erwähnt.

Sozialen Frieden sichern

Der Weg in eine verantwortungsbewusste Zukunft führt über Initiativen in den Bereichen Bildung, Arbeitsbedingungen und soziale Teilhabe. Durch die Stärkung der gesamten Gesellschaft lässt sich dauerhafte gesellschaftliche Stabilität sichern. Die OECD belegt in einer Studie, dass höhere Bildungsstandards zu einer stärkeren Beteiligung an der Gesellschaft, besseren Arbeitsmarktchancen und verantwortungsbewussten Handeln führen. Gute Arbeitsbedingungen seien ein wertvoller Beitrag zur Zufriedenheit, psychischen Gesundheit und sozialen Stabilität bei. Gesellschaften, die auf soziale Inklusion und Teilhabemöglichkeiten setzen, verzeichnen ein höheres Maß an gegenseitigem Vertrauen und sozialen Frieden.

Auch in unserer Region arbeiten innovative Unternehmen an spannenden Projekten, ethischen Konzepten und ökologischen Plänen für eine ökologisch, ökonomisch und sozial stabile Zukunft.