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: Die drei Säulen der Behandlung

Im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin kommt bei Krebserkrankungen häufig die multimodale Therapie in Frage.
Von
Anne Schur
Ulm
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Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen kommt häufig eine Kombination aus unterschiedlichen Therapie- und Behandlungsformen zu Einsatz.

Bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen kommt häufig eine Kombination aus unterschiedlichen Therapie- und Behandlungsformen zu Einsatz.

Seventyfour/stock.adobe.com

Erhält ein Kind die Diagnose Krebs geht es, wie bei Erwachsenen auch, darum die bestmögliche Behandlungs- und Therapieform zu finden. Dabei kommen je nach Art der Krebserkrankung drei unterschiedliche Methoden besonders zum Tragen.

1. Operation: Bei einer Operation, also einem chirurgischen Eingriff, wird der komplette Tumor oder zumindest Teile von diesem entfernt. In Frage kommt eine Operation zum Beispiel bei Tumoren im Bereich des Gehirns, des Magen-Darm-Traktes oder an der Wirbelsäule.

2. Chemotherapie: Bei dieser Form der Behandlung kommen bestimmte Medikamente, Chemotherapeutika oder Zytostatika, zum Einsatz, die in den Teilungszyklus der Krebszellen eingreifen. Das sorgt dafür, dass die Krebszellen sich nicht weiter vermehren. Zum Einsatz kommt die Chemotherapie zum Beispiel bei Leukämien, Leberkrebs oder bestimmten Tumorarten. Sie kommt unter anderem dann zum Einsatz, wenn sich die Krebserkrankung in einem fortgeschrittenen Stadium befindet und sich bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) gebildet haben.

3. Strahlentherapie: Hierbei kommen hochenergetische Strahlen zum Einsatz, die die Krebszellen im bestrahlten Bereich zerstören. Durch die Bestrahlung wird die Erbsubstanz der Krebszellen beschädigt, so dass diese sich nicht weiter vermehren und ausbreiten können. Eingesetzt wird die Strahlentherapie zum Beispiel bei Tumoren im Bereich von Hals oder Gehirn, aber auch im Bereich der Brust.

Bei Kindern und Jugendlichen, die an Krebs erkrankt sind, kommt laut der Cha­rité Uni­ver­si­täts­me­di­zin Ber­lin, immer eine multimodale Therapie zum Einsatz, was bedeutet, dass die zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden für jeden einzelnen Patienten zu einem optimalen Behandlungskonzept zusammengefügt werden. Ziel ist es immer, die bestmögliche Wirkung gegen die Erkrankung zu erzielen, und gleichzeitig die Belastungen und Nebenwirkungen so gering wie möglich zu halten.

Mitunter werden die drei oben genannten Behandlungsmöglichkeiten noch durch weitere Therapie- und Behandlungsformen wie die Stammzelltransplantation und Supportivtherapien (unterstützende Maßnahmen zur Linderung von Krankheitssymptomen und Nebenwirkungen) ergänzt.